Die Deutsche Richterakademie gewährleistet ein vielfältiges und überregionales Angebot an Fortbildungen für Richter:innen und Staatsanwält:innen. 26 Vertreter:innen der Bundesländer, des Bundes, der Deutschen Richterakademie, des Deutschen Richterbundes, der Gewerkschaft ver.di sowie des Bundes Deutscher Verwaltungsrichter:innen kamen letzte Woche zusammen, um das Fortbildungsprogramm für den höheren Justizdienst zu beraten und weiterzuentwickeln.
Hierbei dient die Programmkonferenz dem intensiven Austausch zwischen Bund und Ländern zu aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in der justiziellen Fortbildung und der stetigen Evaluation angebotener Veranstaltungen.
Im Mittelpunkt der ersten Sitzung standen die Berücksichtigung neuer rechtlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen sowie die Stärkung der bundesweiten Zusammenarbeit. Die Teilnehmer:innen betonten die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen und zukunftsorientierten Fortbildung für Richter:innen und Staatsanwält:innen. Hierbei waren sich alle einig, dass Fortbildungen im höheren Justizdienst von zentraler Bedeutung sind, um den hohen Anforderungen an eine moderne und leistungsfähige Justiz gerecht zu werden. Sie ermöglichen es den Richter:innen und Staatsanwält:innen, ihr Fachwissen kontinuierlich zu vertiefen, aktuelle Entwicklungen im Recht aufzugreifen und den Austausch mit Kolleg:innen aus anderen Bundesländern zu fördern. So tragen Fortbildungen maßgeblich dazu bei, die Qualität der Rechtsprechung und die Effizienz sowie Resilienz der Justiz nachhaltig zu sichern. Die Ergebnisse der Programmkonferenz fließen in die Ausgestaltung des Fortbildungsprogramms der Deutschen Richterakademie für das kommende Jahr ein.
Anknüpfend an die Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister hat Hamburg in diesem Jahr auch den Vorsitz für die Programmkonferenz übernommen.
Vor diesem Hintergrund bot das Rahmenprogramm den Teilnehmenden ergänzend zu den Konferenzsitzungen die Möglichkeit, Hamburgs kulturelle und maritime Highlights kennenzulernen – unter anderem durch einen Besuch der Elbphilharmonie sowie eine Hafenrundfahrt. Damit unterstrich Hamburg als Vorsitzland nicht nur seine Bedeutung als Justizstandort, sondern präsentierte sich auch als weltoffene und attraktive Metropole.
Vom 5.-8. Mai 2026 wird die Konferenz in der Tagungsstätte der Deutschen Richterakademie in Trier fortgesetzt. Dort soll es dann um den Feinschliff des Fortbildungsprogramms 2027 gehen und aktuelle rechtspolitische Themen im Fortbildungsbereich aufgegriffen werden.