Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina: "Verbraucherbildung sollte schon im Kinderzimmer beginnen. Wer von klein auf lernt, Werbung und Kaufanreize zu hinterfragen und sich bewusst für oder gegen ein Produkt zu entscheiden, ist besser für die moderne Konsumwelt gerüstet. Das schützt auch vor Kostenfallen und Überschuldung. Diese Tipps unterstützen Eltern dabei, ihre Kinder spielerisch und alltagsnah fit für die digital geprägte Konsumwelt zu machen."
So stärken Eltern ihre Kinder
- Tipp 1: Taschengeld als Lernchance nutzen
Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, eigenständig über sein Taschengeld zu verfügen. Schon Grundschulkinder lernen so spielerisch den Umgang mit Geld. Vergleichen Sie gemeinsam Preise und setzen Sie Sparziele. So wird der Wert von Geld greifbar und verständlich.
- Tipp 2: Werbung und Kostenfallen gemeinsam entlarven
Schauen Sie sich gemeinsam Werbung an – auch von Influencer:innen – und besprechen Sie In-App-Käufe und Abos. Erklären Sie, wie persönliche Daten geschützt werden und warum Datenschutz wichtig ist. So lernt Ihr Kind, Angebote kritisch zu hinterfragen und unseriöse Inhalte zu erkennen.
- Tipp 3: Bewusst einkaufen – online und offline
Beziehen Sie Ihr Kind aktiv in Einkaufsentscheidungen ein, ob im Supermarkt oder online. Vergleichen Sie Preise, lesen Sie gemeinsam Test- und Erfahrungsberichte und wägen Sie Alternativen ab. So entwickelt Ihr Kind ein Gespür für bewussten Konsum.
- Tipp 4: Nachhaltigkeit und Reparieren fördern
Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Umweltschutz, Nachhaltigkeitssiegel und einen bewussten Umgang mit Ressourcen. Machen Sie deutlich, dass nicht immer alles gleich neu gekauft werden muss. Überlegen Sie gemeinsam, ob Dinge weiterverwendet oder weitergegeben werden können, oder reparieren Sie kleine Defekte bzw. suchen Sie eine fachgerechte Werkstatt.
- Tipp 5: Verbraucherrechte kennen und Vorbild sein
Erklären Sie Ihrem Kind altersgerecht wichtige Verbraucherrechte wie Rückgaberecht und Garantie. Seien Sie selbst ein Vorbild für bewusstes und kritisches Konsumverhalten – Kinder lernen am meisten durch Nachahmung.
Ob Werbe-Detektiv, Spar-Challenge oder Einkaufs-Quiz: Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz gibt auf Ihrer Website weitere spielerische Tipps und stellt Mitmachideen vor.
Auch in der Phase zwischen dem Ende der Schulzeit und dem Berufsstart ist einiges zu beachten. Verbrauchertipps für junge Leute haben die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz und die Verbraucherzentrale Hamburg hier zusammengestellt.
Hintergrund zum Weltverbrauchertag am 15. März 2026
Verbraucher:innen verfügen über eine Reihe gesetzlich verankerter Rechte. Hierzu zählen unter anderem das Recht auf Sicherheit, Information, freie Wahl und Entschädigung. Seit 1983 nutzen internationale Verbraucherorganisationen den Weltverbrauchertag, um auf die Bedeutung und den Schutz der Verbraucherrechte aufmerksam zu machen und das öffentliche Bewusstsein für die Anliegen der Verbraucher:innen zu stärken.