Hintergrund / Methodik

Entwicklung des Online-Tools GB-Psych Kompass

Bei der Entwicklung des Online-Tools GB-Psych Kompass sind wissenschaftliche Qualitätsstandards verfolgt und eine praxisnahe Umsetzung fokussiert worden.

  • Justiz und Verbraucherschutz
    • Sie lesen den Originaltext
ZfAM

Methodisches Vorgehen bei der Instrumentenauswahl

Die Aufnahme der Erhebungsinstrumente in den GB-Kompass ist in drei Schritten erfolgt.

Als erster Schritt ist eine umfangreiche Recherche nach Instrumenten für die Erhebung der psychischen Belastung im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung in der Toolbox von Instrumenten zur Erfassung psychischer Belastungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), in wissenschaftlichen Datenbanken und bei Unfallversicherungsträgern erfolgt.

In einem zweiten Schritt sind spezifische Einschlusskriterien zur Prüfung der Instrumente entwickelt worden. Bei der Kriterienentwicklung sind bestehende Qualitätsgrundsätze berücksichtigt und Rückmeldungen von Arbeitsschutzexpertinnen oder -experten eingeholt worden.

Im dritten Schritt sind alle in der Suche identifizierten Instrumente unabhängig von zwei Projektmitarbeitenden zunächst anhand der Einschlusskriterien geprüft worden. Diese umfassten (1) die Zielorientierung in Bezug auf die psychische Belastung, (2) die Anwendbarkeit durch Instruktionen, (3) die Bereitstellung von Informationen zur Ausgestaltung bzw. Auswertung (4) die Verständlichkeit aus Sicht von Befragten, (5) den Einbezug von Beschäftigten und (6) die methodische Güte. Instrumente, die alle Einschlusskriterien erfüllt haben, sind in das Online-Tool aufgenommen und von den Projektmitarbeitenden inhaltlich beschrieben worden.

Die inhaltliche Beschreibung umfasst mögliche Einsatzbereiche des jeweiligen Instruments (z. B. Branchen, Tätigkeitsbereiche), unterliegende Methodik, benötigte Ressourcen, abgedeckte Inhalte/Gefährdungen(in den Bereichen Arbeitsinhalt/Arbeitsaufgabe, Arbeitsorganisation, soziale Beziehungen, Arbeitsumgebung und neue Arbeitsformen), Kosten und weitere Hinweise zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung mit dem Instrument.

Weitere Informationen und eine ausführliche Beschreibung des methodischen Vorgehens finden Sie in dem wissenschaftlichen Artikel zum Projekt.

Wer hat den GB-Psych Kompass erstellt?

Die Entwicklung des Online-Tools GB-Psych Kompass ist von der Staatlichen Arbeitsschutzaufsicht in der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz (BJV) der Freien und Hansestadt Hamburg in Auftrag gegeben worden. Der Auftrag ist im Koalitionsvertrag über die Zusammenarbeit in der 22. Legislaturperiode der Hamburgischen Bürgerschaft in den Maßnahmen zum Arbeitsschutz verankert. Erstellt worden ist der GB-Psych Kompass von der Arbeitsgruppe Psychische Gesundheit des Zentralinstituts für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM). Das ZfAM ist eine Einrichtung der BJV Hamburg und darüber hinaus mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf verbunden.

Kontakt

Bei Fragen zum Online-Tool GB-Psych Kompass schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an zfam.pg@justiz.hamburg.de.

Bei Fragen zu einzelnen Instrumenten kontaktieren Sie bitte die Ansprechpartner:innen, die in der Information zu dem jeweiligen Instrument aufgeführt sind.

Bei allgemeinen Fragen zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung schauen Sie sich gerne die weiterführenden Informationen auf der Startseite an.

Informationen zum GB-Psych Kompass

Ein Kompass liegt auf einer schwarzen Tastatur
colourbox.de
Anwendungsmöglichkeiten

Das bietet der GB-Psych Kompass

Der GB-Psych Kompass unterstützt als kostenfreies, wettbewerbsneutrales Online-Tool bei der Suche und Auswahl von Instrumenten für die Erhebung der psychischen Belastung.

Der Schriftzug "Evaluation" wird mit einem roten Stift unterstrichen
colourbox.de
Weiterentwicklung

Ihre Meinung ist gefragt

Nehmen Sie an unserer On­linebefragung teil und geben Sie uns Rückmeldung zu Ihren Erfahrungen und Ihrer Zufrie­denheit mit dem Online-Tool GB-Psych Kompass-