Schimmelpilzsporen verbreiten sich über die Luft. Sie befinden sich überall, auch in der Luft unserer Wohnräume. Zum Wachstum brauchen Schimmelpilze und die Kleinstorganismen, die zusammen mit ihnen auftreten, Feuchtigkeit, eine Mindesttemperatur und Nährstoffe.
In unseren Wohnräumen finden Schimmelpilzsporen oft gute Bedingungen vor, passende Temperaturen sowie genügend Nährstoffe in Materialien wie Tapeten, Kleister, Gipskarton, Wandputz oder Textilien. Ob Schimmel dann tatsächlich wächst, hängt vor allem davon ab, wie viel Feuchtigkeit sich in der Luft und an den Wänden befindet.
Der entscheidende Faktor für Schimmelwachstum ist Feuchtigkeit.
Feuchtigkeit in Wohnräumen entsteht vor allem durch alltägliche Aktivitäten wie Kochen, Duschen, Waschen, Wäschetrocknen sowie beim Atmen und Schwitzen. Auch Topfpflanzen und Aquarien erhöhen die Luftfeuchtigkeit in einem Raum.
Übermäßige Feuchtigkeit im Wohnraum kann aber auch aufgrund eines Baumangels bzw. -schadens (z. B. Eindringen von Regenwasser in die Bausubstanz über Undichtigkeiten) oder eines Wasserschadens (z. B. Rohrbruch) auftreten.
Wenn ein Gebäude schlecht isoliert ist, entweicht Wärme an den Außenwänden nach draußen. Dadurch entstehen sogenannte Wärmebrücken, Stellen, an denen die Wand besonders kalt wird. An diesen kühlen Bereichen schlägt sich die Feuchtigkeit aus der Raumluft nieder.