Der Titel der neuen Ausstellung im Museum der Arbeit in Barmbek fasst in wenigen Worten zusammen, worum es geht: „Respekt - eine Ausstellung übers gemeinsam Verschiedensein“ stellt den Austausch über einen respektvollen Umgang miteinander in den Fokus. Respekt bedeutet, die Würde und die Einzigartigkeit jedes Einzelnen anzuerkennen, unabhängig von Herkunft, Überzeugungen oder Lebensweisen. Die Ausstellung richtet sich in erster Linie an Jugendliche und junge Erwachsene, denn Aspekte von Identität, Diskriminierung, Vielfalt und Gleichberechtigung spielen gerade in der Schule, in der Ausbildung oder beim Berufseinstieg eine große Rolle.
Insbesondere geht es darum, sich damit auseinanderzusetzen, wer man ist, was einen ausmacht, zu wem man gehört und zu was man gemacht wird. Dabei arbeitet die Ausstellung mit einer Reihe von verschiedenen Vermittlungsformaten: kurze Texte, Videoclips und Grafiken werden mit spielerischen Angeboten, Modulen zur Selbstbefragung und Orten zum Debattieren kombiniert. Schulklassen und Jugendgruppen wird so eine spannende Möglichkeit gegeben, gemeinsam in bunt-anregender Atmosphäre neue Gesprächsimpulse zu erhalten und der Entstehung von Vorurteilen und diskriminierendem Verhalten auf den Grund zu gehen.
Dabei soll auch die Rolle von Sprache im Umgang miteinander thematisiert werden. Bei einem Job-Speed-Dating erfahren die Jugendlichen beispielsweise, mit wie vielen Klischees die Vorstellungen von der Berufswahl oft aufgeladen sind. Auf einem Zeitstrahl können sie in die Vergangenheit reisen und Meilensteine in der Geschichte der Gleichberechtigung Jahren und Ereignissen zuordnen. Die Ausstellung, die bis zum 12. April 2026 im Museum der Arbeit zu erleben ist, wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm ergänzt, mit Workshops zu den Themen Rassismus und Religion sowie Schreibworkshops. Kooperationspartner des Projekts ist die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.