Nach vier Veranstaltungen auf Kampnagel in Winterhude wurde der 5. Hamburger Kulturgipfel erstmals im Hamburger Osten ausgerichtet. Rund 400 Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Kulturschaffende und andere Aktive aus dem Bereich Kultur und Schule kamen am vergangenen Dienstag im Bergedorfer Körberhaus zusammen, um sich rund um die Themen Demokratie und Kulturelle Bildung auszutauschen - und zu vernetzen. Der alle zwei Jahre stattfindende Kulturgipfel stand unter dem Schwerpunktthema „zusammen!“ und schlug damit die Brücke zum Motto „Demokratie“ des Jugendkulturgipfels im vergangenen Jahr.
Mit künstlerischen, wissenschaftlichen und praktischen Workshops bot der Gipfel den Teilnehmenden eine Plattform, um gemeinsam auszuloten, wie mit Kunst und Kultur Räume geschaffen werden können, in denen sich demokratische Prozesse erproben lassen, sei es im Alltag, in der Schule, in Kultur oder Gesellschaft. Der Kulturgipfel habe sich als starkes Netzwerk bewährt, betonte Bildungssenatorin Ksenija Bekeris. „Wenn Schülerinnen und Schüler mit Kulturschaffenden, mit Museen, Theatern oder künstlerischen Initiativen zusammenarbeiten, entstehen Projekte, die weit über den Unterricht hinauswirken. Die Bedeutung kultureller Bildung kann in bewegten Zeiten wie diesen nicht hoch genug eingeschätzt werden und ist ein wichtiger Baustein zur Demokratieförderung“, so Bekeris.
Neben einem bunten Programm – mit einer Performance der Schule auf der Veddel und mehreren Diskussions- und Redebeiträgen gab es insgesamt zwölf Workshops zu unterschiedlichen Themenfeldern. Parallel dazu lud das Gesprächsformat Neunmalklug zum kurzen Austausch an neun Tischen mit Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern aus Verwaltung, Kultureinrichtungen und Stiftungen ein. Auf der Bühne wurden aktuelle Projekte der kulturellen Bildung an Schulen aus dem Projektfonds Kultur und Schule sowie den Programmen Kunstpioniere, FLEX und TUSCH Hamburg präsentiert. Der Kulturgipfel ist ein Projekt der LAG Kinder- und Jugendkultur, finanziert durch die Stadt und gefördert von der Alfred Toepfer Stiftung, Claussen-Simon-Stiftung, Gabriele Fink Stiftung, in Kooperation mit der Körber-Stiftung und der Dürr-Stiftung Hamburg.