Deutscher Schulpreis 2025 geht nach Hamburg

Wilhelmsburger Grundschule gleich zweimal ausgezeichnet

  • Schule, Familie und Berufsbildung
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Jubel bei der Preisverleihung: Zwei Auszeichnungen für die Schule an der Burgweide
Jubel bei der Preisverleihung: Zwei Auszeichnungen für die Schule an der Burgweide Max Lautenschlaeger

15 Schulen waren für den Deutschen Schulpreis 2025 nominiert, eine davon kommt aus Hamburg. Und diese Schule hat gleich doppelt abgeräumt: Die Schule An der Burgweide in Kirchdorf-Süd ist am vergangenen Dienstag in Berlin als eine von sechs Schulen mit dem Deutschen Schulpreis 2025 ausgezeichnet worden. Gleichzeitig erhielt die Grundschule mit zwei weiteren Schulen den erstmals vergebenen „Themenpreis Demokratiebildung“. Beide Preise sind mit jeweils 30.000 Euro dotiert. Hamburgs Bildungssenatorin Ksenija Bekeris gehörte mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu den ersten Gratulierenden und freute sich insbesondere auch über den Demokratiepreis. „Schulen können unsere Demokratie noch stärker machen, wenn junge Menschen an der Gestaltung von Unterricht und Schulleben beteiligt werden. Auch hier ist die Schule An der Burgweide beispielgebend“, so Bekeris.  

Die Schule an der Burgweide liegt in einem sozial benachteiligten Viertel und ist Teil des Startchancen-Programms. Seit 2011 gehört sie zu den wenigen Schulen in Hamburg mit einem sechs- statt vierjährigen Grundschulmodell. Die knapp 400 Kinder lernen gemeinsam bis zur sechsten Klasse in altersgemischten Gruppen. Die Schule ist inklusive Schwerpunktschule, schon vor gut 30 Jahren gehörte sie zu den ersten Schulen der Stadt mit integrativen Klassen. Heute ist in jeder Klasse immer auch eine Sonderpädagogin oder ein Sonderpädagoge Teil der Klassenleitung. Diese Mehrfachbesetzung ermöglicht, dass jedes Kind in seinem eigenen Tempo und nach individuellem Lernplan lernen kann. Mit diesen und weiteren Merkmalen schaffte es die Schule im Wettbewerb um den Deutschen Schulpreis unter die Top-15 und schließlich unter die Top-6 von Deutschland. 

Den zweiten Preis „Demokratiebildung“ erhielt die Schule für ihre intensive Beteiligung der Schulkinder. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen an der Schule An der Burgweide früh Verantwortung für ihr eigenes Tun, für das Zusammenleben in der Schule und auch für andere – bei der Kinderkonferenz, im Klassenrat oder auch beim Kinderkiosk. Seit Februar 2024 ist das Fach „Lernen durch Engagement“ mit zwei Stunden pro Woche fest im Stundenplan integriert. Ab der zweiten Klasse lernt jedes Kind ein Instrument seiner Wahl in einer zusätzlichen Musikstunde; die Schule an der Burgweide bietet als einzige Schule in Hamburg auch Unterricht an der Harfe an.

Der Deutsche Schulpreis zeichnet die besten Schulen Deutschlands aus – Schulen, die für Lernen begeistern, Kreativität freisetzen, Lust an Leistungen entstehen lassen und zu Fairness und Verantwortung erziehen. In diesem Jahr hatten sich über 100 Schulen beworben, 15 schafften es ins Finale, weitere fünf Schulen wurden erstmals für den neuen „Themenpreis Demokratiebildung“ nominiert. Alle Schulen in der Endauswahl haben ein aufwendiges Bewerbungsverfahren durchlaufen und sind von Juryteams vor Ort besucht worden. Der Deutsche Schulpreis ist die anspruchsvollste und höchstdotierte Auszeichnung der Bundesrepublik, allein die Nominierung gilt als hohe Auszeichnung. Er wird seit 2006 von der Robert Bosch Stiftung GmbH gemeinsam mit der Heidehof Stiftung vergeben, Kooperationspartner sind die ARD und die ZEIT Verlagsgruppe. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro dotiert, fünf weitere Preise sowie drei Demokratie-Preise mit je 30.000 Euro.  

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