Gemeinsam gegen sexuellen Kindesmissbrauch

"Trau dich!" Theaterstück zur Prävention des sexuellen Missbrauchs

"Trau dich!", die bundesweite Initiative, die in enger Kooperation mit den Bundesländern und den Fachstellen zur Prävention des sexuellen Missbrauchs umgesetzt wird.

  • Schule, Familie und Berufsbildung
    • Sie lesen den Originaltext
BSG

Kinderrechte, körperliche Selbstbestimmung und sexuelle Übergriffe sind die Themen des Theaterstücks “Trau dich!”, das die Kompanie Kopfstand im Juni und November 2015 in Hamburg auf die Bühne bringt. Das in Berlin Anfang März 2013 uraufgeführte Stück ist ein zentrales Element der bundesweiten Initiative “Trau dich!” zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) startete diese Initiative auf Bundesebene gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem jeweiligen Kultusministerium im November 2012. Ziel ist es, Mädchen und Jungen zwischen acht und zwölf Jahren über ihre Rechte aufzuklären, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und sie zu informieren, wo sie im Falle eines Übergriffs Hilfe finden. Sexuelle Gewalt darf kein Tabuthema bleiben. Fragen zum Kinderschutz und zur Aufklärung über sexuelle Gewalt sollen genauso selbstverständlich und unbefangen gestellt werden können wie Fragen zum sozialen Miteinander.

In Hamburg waren von Juni 2015 bis Anfang 2017 acht Theateraufführungen geplant, mit denen Kinder im Grundschulalter direkt erreicht werden sollten. Darüber hinaus wurden in Fortbildungsveranstaltungen schulische Fachkräfte weitergebildet. Ebenso wurden Informationsabende für die Eltern angeboten.

Die Initiative stand in Hamburg unter der Schirmherrschaft von Ties Rabe, Senator für Schule und Berufsbildung und wurde von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration unterstützt. Ein Kooperationsverbund mit der Beratungsstelle Gewaltprävention, dem Landesinstitut für Lehrerfortbildung und Schulentwicklung, Abt. Beratung – Vielfalt, Gesundheit und Prävention sowie den Hamburger Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt und für sexuelle Bildung ist für die Umsetzung verantwortlich.

Weitere Informationen zum Internetportal unter http://www.trau-dich.de
Informationen zur Initiative “Trau Dich!” unter http://www.bzga.de/presse/daten-und-fakten/

Nach der ersten Aufführungen schon gab es Presseberichte aus Hamburg:

Trau dich! – eine Präventionsbotschaft wird zur Schulkultur

Am 09.06. und 10.06.2015 fiel in Hamburg der Startschuss für zwölf Theateraufführungen der bundesweiten Initiative „Trau dich!“ zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs. Sie bilden, neben verpflichtenden Fortbildungen für die schulischen Fachkräfte, das Grundgerüst für das Projekt an den Hamburger Grundschulen, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) damit im fünften Bundesland umgesetzt wird.

Die Auftaktveranstaltungen im Schauspielhaus sowie die weiteren zwei Aufführungen am folgenden Tag im Bürgerhaus Wilhelmsburg wurden insgesamt von ca. 1300 Schülerinnen und Schülern, ihren Begleitpersonen und weiteren Gästen aus Schulen, Fachberatungsstellen, Kitas, Stiftungen u.s.w. mit viel positiver Rückmeldung aufgenommen. „Endlich weiß ich, wie ich dieses schwierige Thema im Unterricht behandeln kann, ohne Eltern und Kinder zu beunruhigen.“, erklärte eine Lehrerin erleichtert, nachdem sie die vier Schauspieler knapp 80 Minuten im Bürgerhaus Wilhelmsburg auf der Bühne und mit den Kindern im Zuschauerraum in Aktion erlebt hat.



Download

Trau dich - Flyer der BZgA

PDF herunterladen [PDF, 3,3 MB]

Zum Weiterlesen

© Sergey Nivens - Fotolia.com
I: Schulprofil - Leitbild

I: Schulprofil - Leitbild

Es ist wichtig, den Schutz vor sexualisierter Gewalt auch in die öffentliche Darstellung und somit in das Schulprofil/Leitbild einzubeziehen.

LI
Größtmögliche Sensibilität gegenüber dem Problem

Schutzkonzepte

Entwicklung eines schulischen Schutzkonzeptes gegen sexualisierte Gewalt Schritt 1: Entscheidung der Schulleitung für ein Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt Diskurs und Informationsaustausch über die Notwendigkeit eines Schutzkonzeptes im Kollegium, mit den Eltern und im Unterricht mit...

© Les Cunliffe #45193199 fotolia
Genug Mitarbeiter, die Zeit haben

E: Zeit und personelle Ressourcen

Für die Präventionsarbeit und die Beratung in Verdachtsfällen sowie für die Netzwerkpflege sind Zeit und personelle Ressourcen vorzusehen.