Gewaltpräventive Projekte für Jugendliche

Koole Kerle® und Lässige Ladies® - Salam-Training

Gewaltpräventionsprojekte für die praxisorientierte Arbeit mit gewaltauffälligen Mädchen oder Jungen

  • Schule, Familie und Berufsbildung
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Beratungsstelle Gewaltprävention

Die Projekte Lässige Ladies®, Koole Kerle® und Salam-Training sind Angebote des Handlungskonzepts „Handeln gegen Jugendgewalt“ aus dem Bereich Stärkung der Verbindlichkeit erzieherischer Maßnahmen. Es handelt sich dabei um bewegungs- und handlungsorientierte Kompaktworkshops, die geschlechtsspezifisch ausgerichtet sind.
Ein Trainingskurs umfasst 5 Termine a 2 Zeit­(!)stunden für eine Gruppe von ca. 6  gewaltbereiten Mädchen oder Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren und kann als schulisches Angebot, zum Beispiel im Rahmen des Wahlpflichtbereichs installiert werden.
Die Mädchen und Jungen üben alternative Handlungsstrategien ein, die es ihnen in Zukunft ermöglichen sollen, in Konfliktsituationen „lässiger“ bzw. „cooler“ zu reagieren. Die Nachhaltigkeit dieser Maßnahme wird durch Einbindung von Trainingseinhalten in den Unterricht und eine verbindliche Teilnahme an einer zentralen Fortbildungsveranstaltung von Lehrkräften und Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen gesichert.  

Das Salam-Training richtet sich an Jugendliche mit Fluchterfahrungen zwischen 14 und 18 Jahren, die nicht in Deutschland aufgewachsen sind, und gewaltbereites, delinquentes bzw. hochdelinquentes Verhalten zeigen.
Das Salam-Training kann Schulen bei der Integration dieser Jugendlichen unterstützen.

Es verfolgt  hierzu folgende Ziele:

  • Erlernen von neuen, gewaltfreien und prosozialen Verhaltensweisen, 
  • Förderung von sozialen Kompetenzen, 
  • Steigerung der Motivation, sich auf Angebote einzulassen,
  • Zunahme der Integration.  

Das Salam-Training orientiert sich in der Durchführung an den Abläufen der Koole Kerle® und Lässige Ladies®-Trainings und wird zusätzlich durch geschulte Dolmetscherinnen und Dolmetscher begleitet. Es stellt die interkulturelle Weiterentwicklung der beiden Trainingsprogramme dar.

Die Beratungsstelle Gewaltprävention berät beim schulischen Einbindungsprozess. Die Unterstützung bei schwierigen Einzelfällen erfolgt darüber hinaus durch enge Kooperation zwischen der Beratungsstelle Gewaltprävention und dem durchführenden Jugendhilfeträger.
Ziele dieser Maßnahmen sind, die Schulen im Umgang mit gewaltbereiten Schülerinnen und Schülern professionell zu unterstützen und die pädagogischen Kompetenzen der Fachkräfte vor Ort zu erweitern. Die Teilnahme an diesem Angebot setzt somit die Bereitschaft zur nachhaltigen Einbindung der Trainingsinhalte in den Schulalltag voraus.

Das Hauptziel des Schülerinnen- und Schülertrainings:
Wecken einer intrinsischen Motivation das eigene gewalttätige Verhalten zu verändern.

Mit den Unterzielen:

  • Die Teilnehmenden erkennen, dass es umsetzbare Handlungsalternativen zum jetzigen Konfliktverhalten gibt.
  • Die Teilnehmenden erfahren Achtung ihrer Person durch die Trainer:innen.
  • Die Teilnehmenden sollen die Nachteile gewalttätiger Konfliktlösungen erkennen.
  • Die Teilnehmenden erkennen und reflektieren Körpersprache.
  • Die Teilnehmenden erfahren einen Erkenntnisgewinn über mögliche Hilfen für die eigene Lebenslage.

Die Ansprechpersonen der teilnehmenden Schulen können an Fortbildungen zur Konfrontativen Pädagogik im Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen (LI) teilnehmen. 

Ziele der Teilnahme: 

  • Steigerung der Nachhaltigkeit von Lässige Ladies® und Koole Kerle® durch Einbindung von Trainingsinhalten  in den Unterricht.
  • Verringerung von Etikettierungen der Jugendlichen durch positive Verstärkung (Labeln).
  • Erweiterung der pädagogischen Kompetenzen.

Verfahren

Für die Umsetzung und Nachhaltigkeit müssen Schulen, die sich für dieses Projekt bewerben, folgende Rahmenbedingungen erfüllen:

  • Einen Ansprechperson als Kontaktperson der Schule benennen.
  • Die Ansprechpersonen setzen sich mit den Trainerinnen und Trainern zu einem Auswertungs­gespräch über die Schüler oder Schülerinnen, die an dem Training teilnehmen, zusammen.
  • Für das Training wird ein angemessener Raum in der Schule benötigt.
  • Die Schulen müssen sich zu einer anschließenden Evaluation dieser Maßnahme bereit erklären.

Zusätzliche, nicht verpflichtende Angebote

Verschiedene Fortbildungen zur Konfrontativen Pädagogik im Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen (LI). Die Teilnahme wird mit der Programmleitung, Helge Pfingsten-Wismer vereinbart und organisiert.

Pro Schuljahr werden im Rahmen des Handlungskonzeptes Handeln gegen Jugendgewalt fünf Trainings finanziert.

Die Zusammenfassung der Diplomarbeit von Steph Wirth finden Sie hier auf dieser Seite 
zur Ansicht.

Verschiedene Arbeiten haben sich mit der Wirksamkeit der Trainings: Lässige Ladies® und Koole Kerle® beschäftigt. Weitere Hintergründe finden Sie hier unter der entsprechenden Homepage mit dem Titel: 
Wirksamkeit des Trainings Koole Kerle und Lässige Ladies.

 

Mehr Informationen und Bewerbungsunterlagen erhalten Sie hier:

Beratungsstelle Gewaltprävention
Helge Pfingsten-Wismer
Hamburger Straße 129
22083 Hamburg
Tel.: (040) 4 28 63 7012
E-Mail: helge.pfingsten-wismer@bsfb.hamburg.de

Download

Kurzfassung: Koole Kerle-Lässige Ladies und Salam-Training

PDF herunterladen [PDF, 322,3 KB]

Konzept eines sozialen Trainings für Mädchen mit Gewaltpotenzial, Diplomarbeit Steph Wirth

PDF herunterladen [PDF, 3,3 MB]

Zum Weiterlesen

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