Übersicht

Was sind Frühe Hilfen?

Ein Kind zu bekommen bedeutet, dass sich vieles im Leben verändert. Es bedeutet, Verantwortung für einen anderen Menschen zu übernehmen. Die Freude auf das Kind und auf das Leben als Familie ist meist riesengroß.

  • Schule, Familie und Berufsbildung
Personen auf einer Brücke
Frühe Hilfen BZgA/NZFH

Was sind Frühe Hilfen?

Frühe Hilfen arbeiten präventiv. Ihre Angebote beginnen bereits ab der Schwangerschaft und richten sich an Familien mit kleinen Kindern von 0 bis 3 Jahren. Die Fachkräfte der Frühen Hilfen beraten, begleiten und stärken Eltern.

Ziel ist es, die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und ihre Familien nachhaltig zu verbessern und ihnen einen guten Start sowie eine gesunde und gewaltfreie Entwicklung zu ermöglichen.

Die ersten Jahre eines Menschen prägen das gesamte weitere Leben entscheidend. Daher gilt: Je früher eine Unterstützung angenommen wird, desto größer ist die Chance, dass sich Kinder gesund und altersgerecht entwickeln.

Die vielfältigen Angebote der Frühen Hilfen legen großen Wert auf eine möglichst diskriminierungsfreie, wertschätzende und partizipative Haltung. Sie richten sich insbesondere an Familien in belasteten Lebenslagen. Hierzu gehören zum Beispiel Alleinerziehende, Eltern mit psychischen Belastungen oder Erkrankungen, Familien mit Armutsrisiko oder mit Fluchtgeschichte sowie generell Mütter und Väter mit Mehrfach- oder Stressbelastungen.

Erklärfilm "Was sind Frühe Hilfen?"

Der dreiminütige Kurzfilm "Was sind Frühe Hilfen?" des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) erklärt anschaulich, was Frühe Hilfen sind und wie Schwangere und Familien mit Unterstützungsbedarf die Angebote erhalten können. Er richtet sich neben Eltern auch an Fachkräfte, die Mütter und Väter begleiten und beraten. Der Film liegt auf Deutsch sowie in fünf weiteren Sprachfassungen vor: Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch und Türkisch .

Mit der Geburt eines Kindes beginnt eine neue und spannende Lebensphase. Neben großer Freude und glücklichen Momenten warten auch neue Herausforderungen auf alle Mütter und Väter. Die meisten Eltern holen sich in dieser Zeit Rat und Unterstützung oder wünschen sich einfach einen Ort, an dem sie andere Familien treffen und sich austauschen können. Hamburg hält im Rahmen der Frühen Hilfen vielfältige Angebote für junge Familien bereit – viele davon kostenfrei und meist wohnortnah.

Angebote der Frühen Hilfen

Familiäre Belastungen werden gemeinsam mit den Eltern besprochen, um gezielt wirksame und passgenaue Unterstützungsangebote anzubieten.

Die Angebote der Frühen Hilfen reichen von gesundheitsorientierter Beratung über alltagspraktische Unterstützung bis zur aufsuchenden Begleitung. Auch offene Elterntreffs, Gruppenangebote oder die Unterstützung durch spezialisierte Beratungsstellen wie der Schreibaby-Beratung gehören zu den Frühen Hilfen.

Sie sind in der Regel kostenfrei und können ohne Antrag oder Bewilligung in Anspruch genommen werden.

Die Erfahrung zeigt, dass viele Familien beispielsweise Angebote von Lotsendiensten, von Familienhebammen, Familien-Kinderkrankenpflegenden und sozialpädagogischen Fachkräften der Familienteams sowie von ehrenamtlichen Familienpaten gerne annehmen und diese großes Vertrauen genießen – eine wichtige Voraussetzung, damit Unterstützung wirklich ankommt und nachhaltig wirkt.

Netzwerke der Frühen Hilfen

Frühe Hilfen sind in Hamburg flächendeckend etabliert und leisten einen wichtigen Beitrag zur Familienfreundlichkeit der Stadtteile und Bezirke sowie zur Chancengerechtigkeit in unserer Stadt.

Die verschiedenen Fachkräfte aus Familienförderung, Kinder- und Jugendhilfe sowie Gesundheitswesen arbeiten eng zusammen. Sie sind in lokalen Netzwerken organisiert und stimmen sich fachlich ab. Neben Lotsendiensten der Frühen Hilfen und Familienteams gehören z.B. Schwangeren- und Mütterberatungsstellen, Elternschulen, Eltern-Kind-Zentren und Familienbildungsstätten sowie Frühförderstellen, Hebammen und Ärztinnen und Ärzten zu den Netzwerken.

Weitere Informationen und Adressen finden Sie in der Broschüre "Wer uns begleitet … bei Fragen und Sorgen im Elternsein“ (in acht Sprachen), auf den Seiten des Hamburger Familienwegweisers und in den bezirklichen Faltblättern "Beratung und Unterstützung für Familien“.

Auch das Fachportal Frühe Hilfen Hamburg hilft bei der Suche nach den passenden Unterstützungs-Angeboten für Familien in ihrem sozialen Umfeld.

Kontakt

In jedem der sieben Hamburger Bezirk gibt es eine Netzwerkkoordination Frühe Hilfen. Die Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen ist im Amt für Familie der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung angesiedelt.

Link zum Weiterlesen und Vertiefen:

Frühe Hilfen ein Überblick, Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH)  

Landeskonzept Frühe Hilfen Hamburg: Guter Start für Hamburgs Kinder

Zum Weiterlesen

Baby ("Frisch geschlüpft")
Christian v.R. / pixelio.de
Frühe Hilfen

Ziele und Handlungsfelder

Hamburg will Familien mit Kindern früher erreichen und unterstützen.

Fäden verbinden Pins
Colourbox.de / #259820
IQZ

Interprofessionelle Qualitätszirkel der Frühen Hilfen

Interprofessionelle Qualitätszirkel Frühe Hilfen (IQZ) bieten ein Forum für den Austausch und die Vernetzung von Fachkräften des Gesundheitswesens und der Kinder- und Jugendhilfe. In Hamburg besteht es in jedem Bezirk einen IQZ.

Handreichung - Prävention von Schütteltrauma Titelbild
Eva HM/ istockphoto.com
Handreichung

Prävention von Schütteltrauma

Im Rahmen des Hamburger Bündnisses gegen Schütteltrauma wurde eine digitale Handreichung für Hamburger Fachkräfte entwickelt.