Große Fenster, viel Holz und helle Wände in gedeckten Farben: Das neue Schulgebäude in der Mendelstraße in Lohbrügge verströmt eine wohlige Atmosphäre. Obwohl gerade erst eingezogen, haben die Schulkinder „ihrem“ 2.700 Quadratmeter großen Neubau bereits ihren Stempel aufgedrückt – in Form von selbst gemalten Bildern und Mutmacherkärtchen. Bei der Einweihungsfeier vergangene Woche führten Schülerinnen und Schüler ganz ohne Scheu einen „Partytanz“ auf und demonstrierten auf diese Weise eindrücklich, wie wohl sie sich im neuen Umfeld bereits fühlen. Die neue Theaterbühne ist die Erfüllung eines Sonderwunsches, über den sich die Schulleitung, bestehend aus Friederike von Essen und Jörn Cors, sehr freut.
Grund zur Freude gibt es reichlich: Nachdem der Rohbau Anfang 2025 vollständig abgebrannt war, sorgten die mehr als 30 ursprünglich beauftragten Firmen dafür, dass der Neubau innerhalb von nur 15 Monaten an die Schule übergeben werden konnte. Mit „Feuereifer“ hätten alle Gewerke und Institutionen, insbesondere Schulbau Hamburg, dazu beigetragen, das Gebäude auf Basis der bestehenden Pläne und pädagogischen Konzepte fertigzustellen, betonte Schulleiter Jörn Cors. Ebenso habe das gesamte Kollegium „ohne Murren“ mitgezogen. „Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden“, so Cors. Verständlich! Richtig dänisch „hygge“ ist das zweigeschossige Gebäude in Holzhybridbauweise geworden. Viel Licht, weitläufige Gemeinschaftsflächen, flexibel nutzbare Klassenräume, ein großzügiger Verwaltungstrakt und eine neue Mensa mit Vitalküche für bis zu 600 frisch zubereitete Essensportionen täglich prägen den Schulneubau.
„Wenn wir in einem neuen Schulgebäude stehen, könnten Sie nicht erkennen, wo in Hamburg wir sind. Wir setzen unsere Standards überall in Hamburg um“, betonte Bildungssenatorin Ksenija Bekeris. 400 Millionen Euro jährlich gibt die Bildungsbehörde für moderne Schulgebäude wie in der Mendelstraße aus. „Das ist auch in Zeiten knapper Haushalte ein wichtiges Signal und unterstreicht die herausragende Bedeutung von schulischer Bildung für die gesamte Stadt“, so Bekeris. Die Senatorin bedankte sich bei der gesamten Schulgemeinschaft für die gute Zusammenarbeit. Das Leitungsteam, die Lehrkräfte und das Schulpersonal, Schülerinnen und Schüler ebenso wie die Elternschaft hätten diese schwierige Zeit mit großem Engagement gemeistert.
In der Bauphase hat außerdem die umliegende Schulfamilie, insbesondere das Gymnasium Bornbrook, unkompliziert ausgeholfen und Räume sowie Telefone zur Verfügung gestellt. Jetzt freut sich Schulleiter Cors darauf, dass es endlich losgehen kann im Neubau. Sein Wunsch: Einen Ort zu schaffen, an dem die Kinder zu Menschen werden, „die mutig denken, freundlich handeln und Verantwortung übernehmen.“ Ganz im Geiste des Namensgebers der Schule, Max Mendel, Kaufmann und sozialdemokratischer Senator in Hamburg, der für „Demokratie, Freiheit und soziales Engagement“ stehe, so der Schulleiter.