Rund 9.600 Euro pro Kind haben die Bundesländer 2023 durchschnittlich für die Betreuung von unter Sechsjährigen ausgegeben. Das geht aus einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik hervor. Besonders hoch sind die Ausgaben demnach in den ostdeutschen Ländern. Brandenburg liegt mit 12.145 Euro pro Kind an der Spitze, die geringsten Investitionen verzeichnen Baden-Württemberg, das Saarland und Bayern mit jeweils unter 9.000 Euro pro Kind. Hamburg liegt mit Investitionen von rund 10.642 Euro pro Kind im Bundesvergleich auf Platz 5. Vergleicht man nur die westlichen Bundesländer, liegt Hamburg an der Spitze.
Die hohen Ausgaben in Ostdeutschland hängen laut IW mit der guten Verfügbarkeit von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren zusammen. Gut 30 Prozent der Kita-Kinder sind dort unter drei Jahren alt, was deutlich über dem Anteil im Westen liegt. Da die Betreuung der Jüngsten besonders viel Personal erfordert, sind die Kosten entsprechend hoch. Im Westen ist dagegen nur jedes fünfte Kita-Kind jünger als drei Jahre, obwohl auch hier die Nachfrage hoch ist. Entsprechend fallen die Ausgaben meist niedriger aus. Nur Hamburg und Hessen erreichen mit rund 10.500 Euro pro Kind etwa das Niveau der ostdeutschen Länder. Die Ausgaben für die Vorschulen, die in Hamburg aktuell rund 10.600 Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung besuchen, sind hier nicht mit eingerechnet.
Sonderzeichen und Namen können fälschlicherweise übersetzt werden