Sonderheft „Hamburg macht Schule“ erschienen

Antisemitismus-Prävention an Schulen ist Schwerpunktthema

  • Schule, Familie und Berufsbildung
Cover der Sonderausgabe von „Hamburg macht Schule“ zum Thema Antisemitismus-Prävention“
Cover der Sonderausgabe von „Hamburg macht Schule“ zum Thema Antisemitismus-Prävention“ Adobestock.com; Hamburg macht Schule

Schulen stehen täglich vor der Aufgabe, junge Menschen für Respekt, Vielfalt und demokratische Werte zu sensibilisieren. Um dabei noch stärker zu unterstützen, widmet sich die aktuelle Ausgabe von „Hamburg macht Schule“ dem Thema Antisemitismus-Prävention. Das Sonderheft zeigt, wie vielfältig Präventionsarbeit sein kann und stellt Beratungs- und Unterstützungsangebote für Lehrkräfte und Elternräte zusammen. Ziel ist es, Pädagoginnen und Pädagogen dabei zu unterstützen, Antisemitismus in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen zu erkennen, einzuordnen und ihm wirksam zu begegnen.

„Antisemitismus-Prävention muss eine vordringliche Aufgabe in der schulischen wie außerschulischen Bildung und zugleich ein Professionalisierungsanliegen in allen drei Phasen der Lehrkräftebildung bleiben.“, betont LI-Direktor Heinz Grasmück. Das Heft versammelt Konzepte und Best-Practice-Modelle aus ganz Deutschland und öffnet damit einen Diskursraum, der Fachwissen mit praktischen Ansätzen verbindet. Die Redaktionsleitung, Ingrid und Ruben Herzberg, hebt hervor, dass es nicht nur um theoretische Auseinandersetzungen geht: „Das Sonderheft stellt Erfahrungen vor, die für die schulische Praxis hilfreich sein können; es werden Ansprechpersonen bzw. Einrichtungen genannt, an die man sich wenden kann, wenn im beruflichen Umfeld Problemlagen auftauchen, die nur mit Unterstützung bewältigt werden können.“

Neben pädagogischen Konzepten greift die Publikation auch aktuelle Fragen auf, etwa: Wie kann man Antisemitismus thematisieren, wenn der Bezug zur Shoah fehlt? Oder: Wie wird zwischen legitimer Kritik an der israelischen Regierung und antisemitischen Positionen unterschieden? Hier setzt das Heft auf eine „Kultur des Dissenses“, das kritische Denken fördert, ohne Hass Raum zu geben. Das Fazit ist klar: Schulen tragen eine besondere Verantwortung, Demokratie zu stärken, Empathie zu fördern und Ausgrenzung entgegenzutreten. Denn Antisemitismus darf in Hamburg – und damit auch in unseren Schulen – keinen Platz haben. Das Sonderheft ist online abrufbar.

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