Polizei Hamburg

Präventionsprogramm "Kinder- und Jugenddelinquenz"

Der Schwerpunkt des Präventionsprogramms "Kinder- und Jugenddelinquenz" liegt auf der Gewaltprävention, der Stärkung des Opfers und der Zivilcourage sowie auf der Vermittlung von Normen.

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Plakat: Wegweiser Richtung "Respekt" - Richtung "Gewalt" ist durchgestrichen
Gisela Peter / pixelio.de

Seit 2008 werden verbindlich und flächendeckend in den Klassenstufen fünf bis acht der Hamburger Schulen je zwei Doppelstunden pro Schuljahr von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten durchgeführt.

Die Mitarbeiter der Polizei stellen sich dafür in ihrer Freizeit im Nebenamt zur Verfügung. Durch eine Optimierung und Ausweitung des Programms sind entsprechende Standards bezüglich der Unterrichtsinhalte, der Unterrichtsmaterialien sowie der Vor- und Nachbereitung zwischen den Präventionsbeamten und den Lehrkräften entstanden.

Zwischenbilanz

Mit dem Abschluss des Schuljahres 2012/2013 kann mit dem Präventionsprogramm "Kinder und Jugenddelinquenz" in der jetzigen Konzeption auf die Erfahrung von fünf abgeschlossenen Schuljahren zurückgegriffen werden.

Die erhobenen Daten sind seit 2008 weitestgehend stabil. Für das Schuljahr 2012/2013 wurden über 7.000 Unterrichtsstunden erfasst.

Die Unterrichtsthemen sind standardisiert und auf die unterschiedlichen Klassenstufen abgestimmt:

  • 5. Klasse "Opferprävention"
  • 6. Klasse "Zeugen und Helfer"
  • 7. Klasse "Gewalt gegen Personen und Sachen"
  • 8. Klasse "Gewalt- und danach?"

Die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Schulen gestaltet sich sehr positiv. Der Präventionsunterricht ist bei Schülern, Lehrkräften und Eltern gut akzeptiert.

Die ersten Ergebnisse eines anonymisierten standardisierten Feedbackverfahrens (Erprobung Mai/Juni 2012) zeigten bei knapp 100 ausgewerteten Rückmeldebögen (Lehrkräfte schätzen die Umsetzung des Präventionsunterrichts durch Präventionsbeamte ein), dass die Polizeibeamten mit hohem Engagement und fachlicher Kompetenz den Unterricht durchführen.

Die schulische Organisation und inhaltliche Absprachen zwischen der Lehrkraft und dem Präventionsbeamten funktionieren sehr gut. Die Inhalte werden ständig weiterentwickelt, verständlich vermittelt und klar strukturiert.

Die Methoden sind zielorientiert und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern sich aktiv und emotional zu beteiligen.

Kontakt und Information

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Beratungsstelle Gewaltprävention (was link with id: 2297498) der Schulbehörde sowie beim Landeskriminalamt Hamburg (was link with id: 6770608) .

Zum Weiterlesen

Paragraphen
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