Aufzeichnung vom 11. September 2020
Nach dem Putsch des türkischen Militärs am 12. September 1980 flohen Tausende dort politisch Verfolgter auch nach Deutschland. Die Putschisten enthoben die Regierung des Amtes, verboten Gewerkschaften, Jugendorganisationen, Vereine und Stiftungen. Es folgten Verhaftungswellen, Todesurteile, Folterungen, an deren Folgen mehr als 170 Menschen starben. Damals politisch und ethnisch Verfolgte bilden einen großen Teil der türkischstämmigen Gesellschaft in Deutschland, darunter viele Kurden, Aleviten, Eziden und
Christen. Was bedeutet diese zweite Migration aus der Türkei für die deutsche Zivilgesellschaft? Und welche Bedeutung gewinnt in diesem Zusammenhang die Umwidmung der Hagia Sophia zur Moschee?
Kamil Taylan | Fernsehjournalist, Soziologe und Autor
Podium:
- Prof. Dr. Elke Hartmann, Universität Hamburg
- Erhan Erdogan, Plattform demokratische Türkei
- Kamil Taylan
Moderation:
- Yilmaz Kahraman, Islamwissenschaftler und Autor
Eine gemeinsame Veranstaltung
- der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg
- des Zentrums für Mission und Ökumene - Nordkirche weltweit
- und der Patriotischen Gesellschaft von1765
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