Szenische Rundgänge und Aufführungen
Seit gut 25 Jahren bietet die Landeszentrale für politische Bildung szenische Rundgänge durch Hamburgs Innenstadt. Damit ist sie die erste Hamburger Institution, die Hamburgs Geschichte durch szenische Rundgänge zum Leben erweckt. Die Idee zu solchen Rundgängen hatte Dr. Rita Bake. Bis heute konzipiert sie die Rundgänge, schreibt die Szenen und moderiert die einzelnen Stationen auf der Rundgangstour.
Von Anfang an mit dabei ist die Schauspielerin Herma Koehn. Auch die Schauspielerinnen Beate Kiupel und Hanka Schmidt sowie die Schauspieler Wolfgang Hartmann, Thomas Karallus, Dieter Schmitt, Till Huster und Albrecht Ganskopf spielten mit. Das Ohnsorg Theater unterstützt diese szenischen Rundgänge mit Kostümen aus seinem Theaterfundus.
Mit einem Bollerwagen, in dem die Kostüme zu den einzelnen Szenen bereitliegen, geht es dann los zu einem meist knapp 2-stündigen Rundgang durch Hamburgs Innenstadt. Im fliegenden Wechsel ziehen sich die Schauspielerinnen und Schauspieler für jede einzelne Szene auf der Straße um.
12 verschiedene szenische Rundgänge und eine szenische Aufführung sind im Repertoire. Thematischer Schwerpunkt ist Hamburgs Frauengeschichte. Aber auch den historisch gesellschafts-politischen Ereignissen auf dem Hamburger Jungfernstieg, den Themen Nationalsozialismus, Verfolgung, Entnazifizierung, Wiedergutmachung sowie Diskriminierung gleichgeschlechtlich liebender Menschen widmen sich szenische Rundgänge, ebenso den Frauen im Hamburger Rathaus. Zudem wurde im Plenarsaal der Hamburgischen Bürgerschaft die im Jahre 1949 geführte lebhafte Debatte über die Abstimmung über das Grundgesetz in Szene gesetzt.
Die meisten der szenischen Rundgänge sind audiovisuell aufgenommen worden, so dass man sich diese Rundgänge auch zu Hause anhören kann, quasi als Hörspiel. Zwei Rundgänge wurden sogar filmisch dokumentiert und können online angesehen werden. Siehe "Noch mehr Theater mit den Frauen" und "Jedes Haus sein eigenes Geheimnis".
Im Folgenden bieten wir Ihnen eine Auflistung der einzelnen Rundgänge und der Aufführung im Plenarsaal der Bürgerschaft.