Workshop und öffentliche Vorträge

Čornobyl – Tschernobyl: Kulturelles Gedächtnis und kritische Infrastruktur

10 Juli 2026

Literarische und filmische Rekonstruktionen des Reaktorunfalls Perspektiven auf nukleare Bedrohungen, Abrüstung, humanitäre Hilfe und Aktivismus

  • Schule, Familie und Berufsbildung
An der Wand hängen spinnenatzartig verbunden kleine Videoscreens aus Smartwatches
"My Trees", Smartwatches zur Videoscreens umfunktioniert Serafima Bresler

In Bedrohungslagen und Kriegen werden Atomkraftwerke als Druckmittel eingesetzt. So ist es möglich, der Zivilbevölkerung einen immensen und langfristigen Schaden zuzufügen, ohne Atomwaffen einzusetzen. Möglicherweise ist die Wahrnehmung der Bedrohung vor allem dem historischen Reaktorunfall in Tschernobyl am 26.4.1986 geschuldet. Er hat sich tief in unser kollektives Bewusstsein eingebrannt und die europäische Literatur, den Film, die Kunst und die Fotografie geprägt. Vor dem Hintergrund der veränderten Sicherheitslage in Europa und auf der ganzen Welt entfaltet dieses nun 40 Jahre zurückliegendes Ereignis eine erneute Wirkungsmacht. In dem Workshop möchten wir uns aus verschiedenen Perspektiven mit den historischen sowie den aktualisierten Wahrnehmungen des Reaktorunfalls beschäftigen. Dabei werden wir unter anderem Literatur, zivilgesellschaftliche Initiativen, Sicherheits- und Friedensforschung sowie Ansätze zur nuklearen Abrüstung betrachten.

  • 10.00-13.00: Literarische und filmische Rekonstruktion
    Gemeinsame Diskussion der Lektüre von Swetlana Alexijewitsch, Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft (Berlin Verlag, 1997); Christa Wolf, Störfall. Nachrichten eines Tages (1987), (Suhrkamp, 2009).
    Roman Zipperling, Osteuropastudien NF-BA, Mediale Rezeption zur HBO-Serie „Chernobyl“
  • 14.00-14.45: PRYVIT. Hilfe für Tschernobyl-Kinder e.V.
    Regina Fiebig, Vorstand von PRYVIT
  • 15.00-16.00: Kernwaffen, Kernkraftwerke, Krieg
    Prof. Dr. Moritz Kütt, Physiker, Hamburg Nuclear Disarmament Laboratory, UHH.
  • 16.30-17.30: Revealing My Invisible Catastrophe
    Serafima Bresler, Künstlerin, Hamburg.

Artist: www.serafima-bresler.com

Infostand: Greenpeace
www.greenpeace.de/frieden/risiko-saporischschja-droht-atomarer-notfall

Weitere Informationen unter: www.slm.uni-hamburg.de/osteuropastudien/ueber-osteuropastudien/aktuelles/2026-07-10-tschernobyl-workshop.html 

Plakat für einen Workshop. Titelbild: An der Wand hängen spinnenatzartig verbunden kleine Videoscreens aus Smartwatches
Serafima Bresler

Downlaod: Plakat zum Workshop

Auf Seiten der LZ verantwortlich: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann

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