Schillernde Nachtgestalten, zwingender Gattenmord, ernüchternde Emigrantenschicksale und Wohnungsnot – kurz: Die allgemeine große Hilflosigkeit der Jahre 1924 bis 1933 wird am Berliner Gericht verhandelt. Greifbar ist aber auch der Siegeszug der „völkischen Idyllen“, sprich, die Infiltrierung der Justiz durch die Nationalsozialisten. Mitten im Gerichtssaal sitzt die aus Berlin stammende jüdische Journalistin und Schriftstellerin Gabriele Tergit, beobachtet und berichtet. Und die ganze Stadt verfolgt gespannt ihre luziden „Skizzen aus den Gerichtssälen“ im Berliner Tagblatt oder in Die Weltbühne.
Flankiert von Gitarrenmusik und filmischen Alltagsszenen der Weimarer Republik entführen uns die Tragödien um Reinheit, Klatsch und Schutzlosigkeit in eine Zeit, die so fern vielleicht gar nicht ist. Eine konzertant-filmische Lesung!
Diese Veranstaltung ist ein Gastspiel des Theaters im Palais Berlin. Tickets finden Sie in unserem Ticketshop: www.hamburg.de/go/149774
Mit: Melanie Schmidli (Spiel, Gesang) und Martino Dessi (Gitarre)
Regie, Stückfassung: Melanie Schmidli
Musikalische Leitung: Martino Dessi
Visuals: Gerald Koll
Kostümbild: Tatjana Hajdukova
Verantwortlich: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann