Träume von der post-kolonialen Republik

I. Das revolutionäre Moment | Das lange19. Jh.

09 April 2025
  • Schule, Familie und Berufsbildung
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Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Was hat Demokratie mit Dekolonisierung zu tun und welche Rolle spielte Deutschland dabei? In manchen Staaten gelang nach der Unabhängigkeit eine Entwicklung hin zu demokratischen Strukturen, in anderen aber nicht. Unterschiedliche Akteure griffen in diese Prozesse ein und versuchten, diese mit Narrativen, ökonomischen und militärischen Interventionen, aber auch Unterstützung für Akteure der Unabhängigkeit, zu beeinflussen.  

Die Veranstaltungsreihe Träume von der post-kolonialen Republik. Vergangenheit und Zukunft von Demokratien nach Unabhängigkeitskämpfen lädt ein, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Dekolonisierung und Demokratie zu erkunden, Widersprüche kritisch zu beleuchten und alternative Perspektiven auf vergangene sowie gegenwärtige Herausforderungen der Demokratisierung nach Unabhängigkeitsprozessen zu entwickeln. Dabei wird sowohl gefragt, wie die post-koloniale Republik in den Utopien aussah, die vor der (formalen) Unabhängigkeit entwickelt wurden, als auch, was später daraus wurde. 

Im langen 19. Jahrhundert brach das Bürgertum die Vorherrschaft des Adels. Nationalismus und Kapitalismus setzten sich in einer europäisch dominierten Weltwirtschaft als neue gesellschaftliche Organisationsformen durch und schufen rassistisch geprägte globale Hierarchien und Vorstellungswelten.  
Wie sahen die Träume von Demokratie in Lateinamerika, dem südlichen Asien, dem Nahen Osten oder den Peripherien des Zarenreiches damals aus, und wie ihre Realisierungsversuche?

Panel 1: Das revolutionäre Moment

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Aufzeichnung vom 9. Apri 2025 in der Zentralbibliothek Hamburger Öffentliche Bücherhallen. Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Referent*innen:  

  • Prof. Dr. Jörn Happel (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg) arbeitet zu Themen wie Russland/der Sowjetunion als Imperien, internationalen Beziehungen zwischen Ost- und Westeuropa oder der Russischen Revolution.  
  • PD Dr. Omar Kamil (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) arbeitet zu Themen wie arabisch-jüdischer Geschichte, arabischer Ideengeschichte und Geschichtserfahrungen, dem Europäischen Kolonialismus in der Nahostregion und in Nordafrika oder zum Islam in Europa. 
  • Dr. Razak Khan (Freie Universität Berlin) arbeitet zu Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, kolonialen Nachwirkungen oder Verflechtungen im neuzeitlichen Indien. 
  • Prof. Dr. Stefan Rinke (Freie Universität Berlin) arbeitet zu Themen wie Lateinamerika in globaler Perspektive, kultureller Globalisierung oder Zukunftsforschung.

Moderation: Stephanie Rohde.

Die Journalistin moderiert Informationen am Morgen im Deutschlandfunk sowie das Philosophiemagazin Sein und Streit im Deutschlandfunk Kultur. Darüber hinaus hostet sie den WDR 5 Meinungspodcast Politikum  und moderiert regelmäßig Podiumsdiskussionen zu Themen wie Demokratie, Postkolonialismus oder Feminismus. 

Alle Informationen zur Reihe finden Sie hier.

Verantwortlich: 

Markus Hengelhaupt (markus.hengelhaupt@bsfb.hamburg.de).

Kooperationspartner:

3 Logos
Giga, Goethe Institut, Bücherhallen Hamburg

German Institute for Global and Area Studies I Leibniz Institut für Globale und Regionale Studien

Goethe Institut Hamburg

Bücherhallen Hamburg

Zum Weiterlesen

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