„Nur gemeinsam können wir die Lern- und Lebensbedingungen wirklich verbessern“

  • Schule, Familie und Berufsbildung
    • Sie lesen den Originaltext
BSFB / Startchancen-Programm

Zum Auftakt begrüßte Staatsrätin Katharina von Fintel (BSFB) die Teilnehmenden und betonte in ihrer Rede, dass Hamburg Schule, Jugend- und Familienhilfe im Sozialraum bewusst enger zusammenbringe, um Teilhabe und Chancengerechtigkeit wirksam zu stärken. Der Innovationsfonds stehe dabei für eine integrierende Sichtweise auf Kinder und Jugendliche sowie auf Schule, Freizeit und Stadtteil – und damit für Kooperationen, die verbindlich zusammenführen, was in der Praxis oft noch getrennt ist. Die ausgewählten Projekte zeigen zugleich, dass eine Ressource in vielen Vorhaben besonders zentral ist: die Schulsozialarbeit. Für Hamburg ist es ein neuer Weg, Schulsozialarbeit an allen Schulen zu verankern und in Wirkung zu bringen. Die Vorhaben des Innovationsfonds sollen aufzeigen, mit welchen Ansätzen dies gelingen kann, insbesondere an Schulen, in denen multiprofessionelle Teams durch Schulsozialarbeitende erweitert werden. 

Dr. Jenny Tränkmann, Programmleiterin des Startchancen-Programms ergänzt: „Basiskompetenzen sind der Schlüssel zu Teilhabe. Und um diese systematisch zu stärken, reicht der Blick auf den Fachunterricht nicht aus. Es braucht die Expertise und Innovationskraft aller Menschen mit ihren unterschiedlichen Professionen und Perspektiven, die die Kinder und Jugendlichen in ihrer Lebenswelt begleiten und unterstützen. Genau deshalb ist die multiprofessionelle Kooperation eine zentrale Säule im Startchancen-Programm. Mit dem Innovationsfonds möchten wir einen Rahmen schaffen, der es ermöglicht, diese Verantwortung gemeinsam zu übernehmen.“ 

Um diesen Weg in Hamburg konsequent weiterzuführen, kündigt von Fintel eine zweite Förderphase (2027-30) des Innovationsfonds aus Bund- und Landesmittel im Rahmen des SCP an, um weitere Innovationen in die Erprobung zu bringen. Sie dankt der Wübben Stiftung Bildung für die Kooperation bei der Prozesssteuerung des InnoFonds. Die Auftaktveranstaltung zur zweiten Förderphase soll im September 2026 stattfinden; das Fördervolumen wird bis zu 1 Mio. Euro pro Jahr über drei Jahre betragen. Alle Startchancen-Schulen können sich bewerben.

Zehn Verbünde – gemeinsame Ziele, vielfältige Wege

Im Anschluss stand die Vorstellung der zehn Verbundvorhaben im Zentrum. Die Verbundteams gaben Einblicke in ihre Ansätze und Zielsetzungen und machten sichtbar, wie unterschiedlich die Wege sein können, um die Lern- und Entwicklungsbedingungen von Kindern und Jugendliche zu unterstützen, Bildungsbiografien zu stärken und Teilhabe im Stadtteil nachhaltig zu ermöglichen. Die Ansätze reichten von kompensatorischer Bewegungsentwicklungsförderung in Kita und Grundschule, über Integration handlungsorientierter Ansätze aus dem Ganztag in Fach Curricula bis zu institutionenübergreifender Ansätze zur Demokratiebildung.

Ein prägendes Element des Vormittags war der Austausch zwischen den Verbundpartner- und Verbundpartnerinnen aus Schule und unterschiedlichen Trägerstrukturen. In den Gesprächen wurde deutlich, dass der Innovationsfonds für viele Verbünde die große Chance bietet, gemeinsame Anliegen in tragfähige Strukturen und Praxen zu überführen und multiprofessionelle Kooperation im Sozialraum umzusetzen.

Lern- und Entwicklungsprozesse gemeinsam gestalten

Der Kick-off markiert den Beginn einer Phase, in der die Konzeptionen in verbindliche Kooperationen und gemeinsames Handeln überführt werden – mit dem Ziel, Teilhabe und Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Hamburg nachhaltig zu verbessern. Der Innovationsfonds ist als Lern- und Entwicklungsprogramm angelegt, in dem Konzepte entwickelt und erprobt und erfolgreiche Praxen und Ergebnisse verstetigt und transferiert werden können. Hierfür arbeiten die Vorhaben in einem strukturierten Prozess eng zusammen und entwickeln ihre Ansätze in Werkstätten und Workshops weiter. Der Fonds wird zudem durch eine Steuerungsgruppe begleitet und gemonitort. Das nächste Treffen aller Verbünde findet am 22. und 23.04.2026 im Rahmen einer Inno-Werkstatt statt.

Zum Weiterlesen

Jugendliche sitzen an einem Tisch und unterhalten sich
BSFB

Die Chancen benachteiligter Jugendliche auf dem Ausbildungsmarkt verbessern!

Mit dem Startchancen-Programm stellen neun berufsbildende Schulen ihre Arbeit in der dualisierten Berufsvorbereitung auf den Prüfstand. Ziel ist es, die Chancen benachteiligter Jugendlicher zu verbessern und unbesetzte Ausbildungsplätze in verschiedenen Branchen zu nutzen.

Anne Sliwka hält eine Rede.
BSFB/Philine Hamann

Gemeinsames Lernen statt isolierter Entwicklung

Starke Netzwerke sind der Schlüssel für erfolgreiche Schulentwicklung. Beim Workshop am 2.12. starteten 91 Hamburger Startchancen-Schulen in die vernetzte Zusammenarbeit. Prof. Dr. Anne Sliwka begeisterte mit ihrer Keynote über die Kraft vernetzter Führung für lernende Systeme.

Mehrere Personen unterhalten sich bei der Auftaktveranstaltung zum Innovationsfonds.
BSFB/ Startchancen-Programm

Startchancen geht neue Wege – Auftaktveranstaltung zum Innovationsfonds „Pädagogische Partnerschaft“

Mit dem Innovationsfonds „Pädagogische Partnerschaft“ fördert Hamburg neue Ideen für mehr Bildungsgerechtigkeit. Im Fokus stehen kreative Ansätze, starke Kooperationen – und der Mut, Bildung neu zu denken. Die Auftaktveranstaltung zeigt: Schule wird hier gemeinsam neu gedacht.