Vier Ziele als Leitlinie
Alle Angebote im Startchancen-Programm Hamburg orientieren sich an folgenden Zielen:
- Überfachliche Kompetenzen stärken
- Fachliche Mindeststandards sichern
- Demokratische Teilhabe ermöglichen
- Berufliche Orientierung fördern
„Wir weisen nicht nur Ressourcen zu, sondern rahmen systemisch und kohärent – mit den Schulen, für die Schulen.“
Julia Vaccaro, stellvertretende Leiterin Startchancen-Programm Hamburg
Säule I: Lernumgebungen verbessern
Ausblick: Ein lernender Prozess
Hamburg versteht das Startchancen-Programm als langfristige Aufgabe. Erste Angebote sind gestartet, viele folgen ab dem Schuljahr 2025/26. Im Mittelpunkt stehen die Bedarfe der Schulen – und die gemeinsame Weiterentwicklung auf Basis konkreter Erfahrungen.
Kurs: Startchancen-Programm | LMS Lernen Hamburg
Säule II: Schul- und Unterrichtsentwicklung gezielt unterstützen
Hamburg setzt dabei auf ein klar strukturiertes, multiprofessionell entwickeltes Angebotsportfolio, das gezielt auf die Programmziele ausgerichtet ist und stetig weiterentwickelt wird.
Kurs: Startchancen-Programm | LMS Lernen Hamburg
Passend zu den Bedarfen der Schulen
Alle teilnehmenden Schulen wählen aus einem hochwertigen Angebotspool die Maßnahmen aus, die zu ihrem Profil und ihren Entwicklungsschwerpunkten passen. Grundlage dafür ist die schulindividuelle Bedarfserhebung.
Zur Auswahl stehen Angebote aus den Zielbereichen des Programms – von fachlicher Förderung bis Demokratiebildung – sowie ergänzend Maßnahmen zum Aufbau von Schulsozialarbeit.
So sind die Angebote aufgebaut
Jedes Angebot umfasst standardmäßig:
- qualifizierte Fortbildung für pädagogisches Personal,
- gegebenenfalls Sachmittel,
- eine Form der Diagnostik oder Datenrückmeldung,
- zusätzliche Ressourcen (zum Beispiel durch Stellenanteile / WAZ), um die Umsetzung im Schulalltag zu ermöglichen und nachhaltig zu verankern.
Auch die Weiterentwicklung und Verstetigung der Maßnahmen ist von Beginn an mitgedacht.
Strategische Verankerung durch Leitungsteams
Die Seminarreihe „Strategisches Leitungshandeln“ unterstützt Schulleitungsteams dabei, eine mittelfristige Entwicklungsperspektive für ihre Schule zu entwickeln – und die passenden Angebote darin einzubetten.
Beratung im Dialog
Die Auswahl und Umsetzung der Angebote erfolgt in engem Austausch mit der zuständigen Schulaufsicht und den Schulentwicklungsbegleitungen. So entsteht ein koordiniertes, abgestimmtes Vorgehen, das auf die jeweilige Schule zugeschnitten ist – im gemeinsamen Dialog.
Passgenaue Angebote ab dem Schuljahr 2025/26
Ab dem Schuljahr 2025/26 starten konkrete Angebote im Startchancen-Programm Hamburg. Sie sind entlang der schulischen Bedarfe und Programmziele entwickelt – und wurden so gestaltet, dass sie sich nachhaltig in den Schulalltag integrieren lassen. Dazu gehören zum Beispiel:
Säule III: Multiprofessionelle Teams & Schulsozialarbeit
Mit der Säule III des Startchancen-Programms wird der Ausbau multiprofessioneller Teams in den Schulen gezielt gefördert.
Ein zentrales Element ist das neue Rahmenkonzept Schulsozialarbeit Hamburg, das Schulen dabei unterstützt, Schulsozialarbeit entsprechend ihren Bedarfen neu aufzubauen oder weiterzuentwickeln. Das betrifft insbesondere Grundschulen, in denen Schulsozialarbeit häufig erstmals etabliert wird.
Das Rahmenkonzept bietet Schulleitungen und Schulgemeinschaften Handlungssicherheit und praxisnahe Orientierung, um Schulsozialarbeit wirksam zu verankern. Dabei wird jede Schule bedarfsgerecht begleitet.
„Ich freue mich sehr, den Ausbau von multiprofessionellen Teams in den Hamburger Schulen voranzubringen.“
Senatorin Ksenija Bekeris
Die Schulsozialarbeit ist bereits ein fester Bestandteil des Alltags an vielen Stadtteilschulen. Durch das Startchancen-Programm erhalten jetzt alle teilnehmenden Schulen zusätzliche Mittel für sozialpädagogische Fachkräfte.
Stimmen aus der Praxis:
„Die Schulsozialarbeit ist neben der fachlichen Vermittlung ein zentraler Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit und leistet einen wichtigen Beitrag zur sozialen und emotionalen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen.“
Philipp Dresewski, Schulleiter Brüder-Grimm-Schule
„Ich begleite die Kinder in Kursen und Unterricht, gestalte Pausen-Aktivitäten, vernetze mich im Stadtteil und anderen Behörden und versuche die Schülerinnen und Schüler dort zu unterstützen, wo Hilfe nötig ist.“
Frank Eckert, Sozialpädagoge Brüder-Grimm-Schule
Die neue Mittelzuweisung für Schulsozialarbeit basiert auf einem bedarfsgerechten, parametergestützten Schlüssel. Gleichzeitig stellt Hamburg mit dem Rahmenkonzept sicher, dass die neue Ressource konzeptionell unterlegt ist.
Ziel ist es, das professionelle Handeln systematisch zu strukturieren, die schulische Verankerung zu stärken und die Zusammenarbeit mit externen Partnern auszubauen – für Schulen als Orte des sozialen Lernens und des Miteinanders.