Am 30. September 2025 versammelten sich rund 130 Teilnehmende aus den Startchancen-Schulen und ihren Partnerorganisationen zur Auftaktveranstaltung des Innovationsfonds „Pädagogische Partnerschaft“. Ziel des Fonds ist es, die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern – eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die neue Ideen und starke Kooperationen erfordert.
Hamburg stellt dafür im Rahmen des Startchancenprogramms über drei Jahre hinweg jährlich 1 Million Euro für bis zu zehn innovative Projekte bereit. Die Vielfalt der diskutierten Themen zeigt: Die Akteure denken Schule im Sozialraum neu. Diskutiert wurden unter anderem Ansätze zur gezielten Förderung bildungsbenachteiligter Jungen, zur Unterstützung bei frühkindlichem Autismus, zur altersgerechten Rhythmisierung im Ganztag, zur Demokratiebildung durch Sozialraumerfahrungen sowie zur stärkeren Einbindung von Sorgeberechtigten und Familien.
Doch wie wird aus einer ersten Idee ein gemeinsames Handeln? Die Schulentwicklungsbegleiter:innen des Startchancenprogramms unterstützen die Projektverbünde bei der Konzeptentwicklung und Prozessgestaltung. Fachliche Expertise kommt aus den Referaten der BSB, den Instituten sowie von der Wübben Stiftung Bildung, die den Fonds als Partnerin begleitet und ihre langjährige Erfahrung in sozialraumorientierter Schulentwicklung einbringt.
Prof. Dr. Stöbe-Blossey von der Universität Duisburg-Essen, Mitglied der wissenschaftlichen Begleitung des Startchancen-Programms, betonte in ihrer Keynote: „Hamburg geht mit dem Innovationsfonds lernend neue Wege, damit die Kinder und Jugendlichen ins Spiel kommen – das begeistert mich als Wissenschaftlerin.“ Sie machte deutlich, dass Kooperationen zwischen Schule und außerschulischen Partnern klare Strukturen, transparente Rollen und verbindliche Absprachen benötigen.
Die Resonanz auf die Veranstaltung war groß, die Ideen vielfältig. Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt: „Wir sind heute mit einer ganz vagen Idee gekommen – jetzt wird es rund.“ Startchancen ist mehr als ein Programm: Es ist ein Aufbruch. Schulen erhalten die Möglichkeit, gemeinsam mit Partnern vor Ort neue Wege zu gehen, um Kinder und Jugendliche ganzheitlich zu fördern.
Ein Innovationsrat wird die eingereichten Projektskizzen auf Basis definierter Förderkriterien prüfen und auswählen. Bewerbungsschluss ist der 1. Dezember 2025.