Handlungsempfehlungen zur Handynutzung an Schulen

Klare Regeln statt pauschaler Verbote

  • Schule, Familie und Berufsbildung

Smartphones, Smartwatches und andere digitale Geräte sind längst Teil des Alltags von Kindern und Jugendlichen – und damit auch Teil ihres Schulalltags. Sie ermöglichen Kommunikation, Information und Kreativität, können aber bei unreflektierter Nutzung gesundheitliche und soziale Risiken bergen.

Hamburg und Niedersachsen haben deshalb gemeinsam verbindliche Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Smartphones, Smartwatches und Tablets an Schulen entwickelt. Ziel ist es, Schulen Orientierung, Rechtssicherheit und pädagogische Unterstützung zu geben, um den digitalen Alltag verantwortungsvoll zu gestalten.
 

Ziel der Empfehlungen

Die Handlungsempfehlungen unterstützen Schulen dabei,

  • klare und pädagogisch begründete Regelungen zur Nutzung digitaler Geräte zu entwickeln,
  • die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern zu fördern und
  • die Gesundheit und das Wohl der Kinder und Jugendlichen zu schützen.

Dabei gilt: Klare Regeln statt genereller Verbote. Schulen sollen auf Grundlage gemeinsamer Entscheidungsprozesse eigene, tragfähige Regelungen festlegen, die zu ihrem Schulprofil passen.
 

Inhalte der Handlungsempfehlungen

Die Empfehlungen enthalten:

  • eine rechtliche Einordnung der Nutzung digitaler Geräte im Schulkontext,
  • gesundheitliche und entwicklungspsychologische Grundlagen,
  • konkrete, altersgerechte Empfehlungen nach Schulform und Altersstufe,
  • sowie einen „Werkzeugkasten“ mit praxiserprobten Materialien, Vorlagen und Beteiligungsformaten.
     

Unterschiedliche Ansätze nach Schulstufe

Grundschulen:
Die Nutzung von Smartphones und Smartwatches wird in der Grundschule ausdrücklich nicht empfohlen. Kinder benötigen in diesem Alter vor allem Orientierung und Unterstützung beim Erlernen eines sicheren und bewussten Umgangs mit digitalen Medien.

Weiterführende Schulen:
Hier werden differenzierte Regelungsmodelle empfohlen – etwa „handyfreie Zeiten und Zonen“ anstelle pauschaler Verbote. Ziel ist es, digitale Teilhabe, Selbstregulation und Medienkompetenz zu fördern. Es wird empfohlen, die obenstehenden Empfehlungen für den Primarbereich mindestens auch auf die Klassenstufen 5-6 anzuwenden.
 

Umsetzung in den Schulen

Alle Hamburger Schulen sind aufgefordert,

  • auf Basis der Handlungsempfehlungen einen schulinternen Beratungsprozess zu starten,
  • innerhalb eines Jahres eine Entscheidung in der Schulkonferenz zu treffen,
  • und die beschlossenen Regelungen in die Schulordnung aufzunehmen.

Die Schulkonferenz setzt sich aus Schulleitung, Lehrkräften, Elternvertretungen, nicht-pädagogischem Personal und – an weiterführenden Schulen – Schülervertretungen zusammen.

Materialien zum Download

Weitere Informationen

Die Handlungsempfehlungen wurden in enger Zusammenarbeit zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Land Niedersachsen entwickelt – gemeinsam mit wissenschaftlichen Expertinnen und Experten. Sie bilden die Grundlage für einen verantwortungsvollen, kindgerechten und zukunftsorientierten Umgang mit digitalen Geräten in Schulen.

Bei Fragen zur Umsetzung können sich Schulen an ihre zuständige Schulaufsicht wenden.
 

Download

Handreichung Digitale Endgeräte

PDF herunterladen [PDF, 1,5 MB]

Werkzeugkasten für den Schulalltag

PDF herunterladen [PDF, 1,2 MB]

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