Wenn auf der Straße jemand bewusstlos umfällt, ist schnelles und entschlossenes Handeln notwendig. Viele Menschen wüssten jedoch gar nicht, was sie tun müssten. Bei 70.000 Hamburger Schülerinnen und Schülern ist das anders: Sie haben im Rahmen eines "HerzretterTrainings" lebensrettende Notfallmaßnahmen erlernt und hätten nicht nur das Wissen, sondern auch den Mut, im lebensbedrohenden Notfall zu handeln. Die Trainings des Herzretter e. V. zeigen, es braucht nicht viel, um im in diesen Momenten das Richtige zu tun: das richtige Wissen, etwas Übung und die Bereitschaft, hinzusehen und zu handeln.
Seit 2016 wurden bereits knapp 2.700 "HerzretterTrainings" an Schulen in ganz Hamburg durchgeführt. Mehr als 40 Hamburger Schulen gehen als sogenannte „HerzretterSchulen“ sogar einen entscheidenden Schritt weiter: Im jährlichen Turnus führen sie "HerzretterTrainings" für ganze Jahrgänge durch. Stellvertretend für alle „HerzretterSchulen“ hat Schulsenatorin Ksenija Bekeris deswegen am vergangenen Montag das erste Siegel „HerzretterSchule“ an die Fritz-Schumacher-Schule verliehen. Mit dem Siegel, das an die Fassade des Schulgebäudes kommt, kann die Langenhorner Schule jetzt auch nach außen zeigen, wie wichtig das Thema Herzgesundheit ist. Zukünftig wird jede "HerzretterSchule" dieses Siegel erhalten.
Seit November 2023 läuft in Hamburg zudem das Pilotprojekt "HerzretterStadt Hamburg" unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Peter Tschentscher. Das Ziel des Projektes ist, dass im lebensbedrohenden Notfall jederzeit und überall ein Herzretter zur Stelle ist, um Hamburg zu einem sichereren Ort zu machen. Die Vision der Herzretter: Hamburg wird zur "HerzretterStadt", Leben retten wird durch frühzeitiges und regelmäßiges Training genauso zur Lebenskompetenz eines jeden Menschen wie Schwimmen oder das richtige Verhalten im Straßenverkehr.