Nein, das ist KEIN Rechtschreibfehler! „HandgepäK“ ist eine neue Arbeitshilfe der Bildungsbehörde, die die pädagogische Zusammenarbeit zwischen Schulen und Trägern verbessern soll. Die Abkürzung steht für Handreichung, mit der die Schulen und Träger bei der Weiterentwicklung ihrer gemeinsamen pädagogischen Konzepte für den Ganztag unterstützt werden sollen – kurz „HandgepäK“. Erstellt wurde die Arbeitshilfe von Mitarbeitenden der Behörde, der Schulen, der Kinder und Jugendhilfe sowie Elternvertretungen unter Federführung des Ganztagsreferats. Die Materialsammlung wurde vergangene Woche im Rahmen einer Veranstaltung in der Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Im Frühjahr soll das „HandgepäK“ auch online zu finden sein, ergänzt um einige weitere Themenfelder.
Die Qualität im Ganztag weiterentwickeln und dabei das Wohlergehen und die Förderung der Kinder in den Fokus stellen – mit dieser Zielsetzung hatten sich rund 160 Teilnehmende aus Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Behörden und Elternvertretungen in einen intensiven Austausch begeben. Die neue Handreichung war den Autoren bereits in einer ersten Arbeitsfassung praktisch aus den Händen gerissen worden, das nun vorgestellte neue „HandgepäK“ enthält weitere Ergänzungen. Die Handreichung soll am Übergang zwischen unterrichtlich geprägtem und außerunterrichtlichem Ganztag dabei unterstützen, der Multiperspektivität einen Reflexionsraum zu bieten und gute, gemeinsame pädagogische Konzepte über Professionsgrenzen hinweg zu gestalten. Dabei kommt es bewusst „leicht“ daher, ist einfach in der Handhabung und nimmt einen besonderen Fokus auf die Kinderperspektive.
Das HandgepäK wurde insbesondere für Schulen konzipiert, die eng mit Trägern der freien Kinder- und Jugendhilfe zusammenarbeiten, ist aber als Unterstützung bei der Qualitätsentwicklung im Ganztag für alle anderen Schulen in gleicher Weise geeignet. Warum dies so wichtig ist, fasste Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack mit seinem Dank an alle Beteiligten zusammen: „Qualität entsteht nicht von allein und erhält sich auch nicht von selbst, wenn an ihr nicht stetig gearbeitet wird. Wir haben in Hamburg einige Erfolge vorzuweisen und gleichzeitig haben immer noch zu viele Hamburger Kinder am Ende der Grundschulzeit nicht die Basiskompetenzen erworben, um gut in die weiterführenden Schulen zu starten.“ Nach der gut besuchten Veranstaltung zog Dr. Arne Offermanns, Sachgebietsleiter im Ganztagsreferat, eine positive Bilanz. „Ich kann berichten, dass das Feedback sowohl zur Veranstaltung als auch zum Tool sehr, sehr gut war“, so Offermanns.