Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky (SUB) präsentiert ab 14. Januar bis zum 22. Februar die Ausstellung „Das andere Russland. MEMORIAL – 35 Jahre Kampf um historische Wahrheit und Demokratie“ in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung. Die Ausstellung und das begleitende Veranstaltungsprogramm widmen sich der Geschichte und dem Wirken der Menschenrechtsorganisation MEMORIAL, die seit 1989 für die Aufarbeitung der Verbrechen des kommunistischen Regimes und die Anerkennung seiner Opfer eintritt und 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.
Die Eröffnung findet am Dienstag, 13. Januar, um 18:00 Uhr im Vortragsraum der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg statt (Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg). Nach Grußworten von Prof. Robert Zepf (Direktor SUB) und Dr. Sabine Bamberger-Stemmann (Direktorin LZ) führt Elena Zhemkova (MEMORIAL) in die Ausstellung ein. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Besichtigung der Ausstellung. Anmeldung zur Eröffnung bitte per Mail an: pr@sub.uni-hamburg.de
Im Begleitprogramm gibt die Germanistin Irina Scherbakowa, Gründungsmitglied von MEMORIAL, am 28. Januar im Gespräch mit Alice Bota (DIE ZEIT) Auskunft über das Wirken der Organisation vor und nach 2022 und diskutiert die in Deutschland vorherrschenden Russlandbilder und die Russlandpolitik. Außerdem zeigt die SUB am 3. Februar den Film „MEMORIAL. Liquidation“, der den Weg zur behördlichen Auflösung der Menschenrechtsorganisation im Dezember 2021 dokumentiert. Interessierte werden gebeten, sich für die Eröffnung und die begleitenden Veranstaltungen per E-Mail unter pr@sub.uni-hamburg.de anzumelden. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 9:00 bis 24:00 Uhr und samstags von 10:00 bis 24:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Über MEMORIAL
Die internationale Menschenrechtsorganisation MEMORIAL entstand 1989 mit dem Ziel, die Verbrechen des kommunistischen Regimes aufzuarbeiten, die Opfer staatlicher Repression zu rehabilitieren und die Erinnerung an sie wachzuhalten. MEMORIAL sammelte über Jahrzehnte Zeugnisse, Dokumente und Erinnerungen, um staatliche Gewalt sichtbar zu machen. Angesichts zunehmender Repressionen wurde die Organisation in Russland 2021 aufgelöst. Dennoch setzen ihre Mitglieder – viele im Exil – die Arbeit fort und leisten einen wichtigen Beitrag zur kritischen historischen Aufarbeitung und zum Einsatz für Menschenrechte. Für ihr langjähriges Engagement wurde MEMORIAL 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Begleitprogramm:
28. Januar 2026, 19:00 Uhr, Lichthof: MEMORIAL. Erinnern ist Widerstand. Podiumsgespräch mit Irina Scherbakowa (MEMORIAL) und Alice Bota (DIE ZEIT)
3. Februar 2026, 18:00 Uhr, Vortragsraum: MEMORIAL. Liquidation. Filmvorführung
Rückfragen der Medien
Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung
Pressestelle
Telefon: 040 42863 2003
E-Mail: pressestelle@bsfb.hamburg.de
Landeszentrale für politische Bildung
Franziska Eggen
Telefon: 040 42823 4809
E-Mail: franziska.eggen@bsfb.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/go/1127912
Internet: www.sub.uni-hamburg.de