Schulsenatorin Ksenija Bekeris: „In den Ferien besuche ich immer gerne Hamburger Schulen, die Lernferien anbieten. Denn es macht einfach Freude zu sehen, wie motiviert Schülerinnen und Schüler sich auch in der Ferienzeit treffen, um zu lernen. Die Grundschule Mümmelmannsberg ist eine dieser Schulen, die schulische Lernangebote auch in der Ferienzeit machen und man kann hier erleben, dass diese Angebote gerne angenommen werden. Damit ergänzen die teilnehmenden Schulen ihre Angebote um diesen so wichtigen Bereich. An der Grundschule Mümmelmannsberg spürt man, mit welchem Eifer und welcher Freude die Kinder bei der Sache sind, um zu üben, zu wiederholen und Gelerntes zu festigen. Die Lernferien sind somit ein wertvoller Beitrag für alle Schülerinnen und Schüler, diese unterrichtsfreie Zeit auch zum freiwilligen Lernen zu nutzen, um so gestärkt und gut vorbereitet ins neue Schuljahr zu starten.“
Maike Schemel, stellvertretende Schulleiterin: „Wir bieten bereits seit einigen Jahren Lernferien an. Aktuell haben wir einen Kurs im Angebot, zu dem sich zwölf Kinder angemeldet haben. In den Lernferien sorgt die individuelle Förderung dafür, dass alle Lernenden genau dort Unterstützung erhalten, wo sie gebraucht wird. Die Schülerinnen und Schüler erleben sich als selbstwirksam und können in einem geschützten Rahmen alle ihre Fragen stellen. Durch diese positive Erfahrung gestärkt, starten die Schülerinnen und Schüler nach den Sommerferien motiviert und zuversichtlich in das nächste Schuljahr. Sie sind besser in der Lage, neuen Anforderungen selbstbewusst zu begegnen. Lernferien leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit und zur nachhaltigen Förderung von Lernerfolg.“
Hintergrund
Gestartet wurden die Lernferien 2020 im Rahmen des Bundesprogramms „Aufholen nach Corona“. Nachdem dieses Programm 2023 auslief, finanziert die Schulbehörde die Fortsetzung der Lernferien für alle Schulen mit Sozialindizes 1 bis 3 sowie allen ReBBZ aus eigenen Haushaltsmitteln. Seit diesem Jahr wurde das Angebot auch auf die Schulen mit den Sozialindizes 4 bis 6 erweitert, die Internationale Vorbereitungs- und Basisklassen haben, in denen neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler intensiv Deutsch lernen. Die Schülerinnen und Schüler können freiwillig an diesen Kursen teilnehmen. Das Angebot ist kostenlos. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler von der Vorschule bis zur Studienstufe. Die in der Regel einwöchigen Kurse umfassen 15 Schulstunden. Dabei lernen durchschnittlich neun Schülerinnen und Schülern in einem Kurs zusammen.
Die Schulen verwenden oft eigenes Lernmaterial. Zusätzlich kann beim Institut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) auf ein Portal zurückgegriffen werden, das Informationen, Hinweise und Unterrichtsmaterialien gezielt für die individuelle Lernförderung enthält. Die Plattform IGEL („IGEL – das Hamburger Portal für individuelle gezielte Lernförderung“) umfasst unter anderem Datenbanken mit qualitätsgeprüften Unterrichtsmaterialien für die Fächer Deutsch, Deutsch als Zweitsprache und Mathematik sowie für die Förderung der überfachlichen Kompetenzen. Die Materialien können in allen Formen der Lernförderung eingesetzt werden und richten sich derzeit an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 10.
Die Kurse werden in der Regel geleitet von Honorarkräften, Lehrkräften oder Erzieherinnen und Erziehern bzw. Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen. Diese sind den Kindern und Jugendlichen häufig aus schulischen Zusammenhängen bekannt. Die Schulen stimmen sich mit den für die Ferienbetreuung zuständigen Trägern über Lern- und Freizeitangebote ab. Damit soll ausreichend Zeit bleiben für weitere Aktivitäten und Entspannung. Nach den Sommerferien wird zentral erhoben, wie viele Kurse in diesem Sommer stattgefunden haben und wie viele Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben.
Infos zur Grundschule Mümmelmannsberg
Die Ganztagsgrundschule Mümmelmannsberg beschult aktuell 470 Schülerinnen und Schüler und ist seit über 25 Jahren als inklusive Schwerpunktschule fest verankert im Raum Billstedt. Die Schule bietet eine umfassende sonderpädagogische Förderung sowie sprachliche Frühförderung und ergänzt diese durch begabungsfördernde Kurse, um jedem Kind gerecht zu werden. Im Rahmen des bundesweiten Projekts „Schule macht stark“ (2022–2025) und des anschließenden Startchancen Programms des Bundesbildungsministeriums verbessert die Schule kontinuierlich ihre Unterrichtsqualität im Hinblick auf einen Unterricht, in dem alle motiviert und aktiviert gemeinsam lernen können. Ergänzend ermöglicht das FLY Projekt (Family Literacy) den Eltern mit einem kulturell vielfältigen Hintergrund einen direkten, niedrigschwelligen Einblick in den Schulalltag. Bereits seit einigen Jahren führt die Schule Lernferien in den Sommerferien durch: Kinder arbeiten in kleinen Gruppen an Grundlagen, schließen Lücken und starten gestärkt ins neue Schuljahr.
Die schulischen Grundsätze:
- „Bringe dich ein – du bist wichtig!“
- „Voneinander lernen – miteinander lernen!“
Rückfragen der Medien
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