Rabe wendete sich zugleich gegen Vorschläge der FDP, in die Berichte der Schulinspektion beispielsweise auch die Abiturdurchschnittsnoten einzubeziehen: „Die Durchschnittsnoten des Abiturs sagen über die Qualität von Schule und Unterricht nichts aus, sondern sind vielmehr Ausdruck einer bestimmten Zensierungspraxis der Lehrkräfte der jeweiligen Schule und Ausdruck für die Bildungsnähe der Elternhäuser der Schülerinnen und Schüler. Wer mit solchen Notenspiegeln die Qualität einer Schule messen will, führt Eltern und Lehrer bewusst in die Irre.“
Rabe weiter: „Die Schulinspektion hat im März 2013 ihre zweite Runde begonnen. Dafür wurde die Inspektion neu aufgestellt. Es macht überhaupt keinen Sinn, mitten im laufenden Inspektionsverfahren die Bewertungskriterien zu verändern. Dann entstünde die seltsame Lage, dass bei einigen Schulen die alten, bei anderen die neuen Kriterien angewendet würden. Wer soll da noch durchblicken, wenn es eine Vielzahl unterschiedliche Inspektionsberichte gibt? Schulen und Eltern brauchen Klarheit und Verlässlichkeit und nicht alle Monate eine neue Reform. Die neu aufgestellte Schulinspektion sollte jetzt in Ruhe ihre Arbeit machen und nicht alle Monate wieder geändert werden. Darüber hinaus bekommen Schulen und Eltern weitere für ihre Arbeit wichtige fundierte Rückmeldungen, etwa durch die Schülerleistungsstudien KERMIT. Auf dieser Basis können Schule und Lehrkräfte dann sinnvolle Konsequenzen für die nächsten Schritte der Qualitätsentwicklung ziehen.“
Die Zusammenfassung der wesentlichen Stärken und Schwächen der Schule wird nach einem einheitlichen Verfahren im Internet fortlaufend veröffentlicht unter http://www.hamburg.de/grundschulen bzw. www.hamburg.de/weiterfuehrende-schulen eingestellt. Seit April 2013 sind dort bereits 36 aktuelle Schulinspektionsergebnisse veröffentlicht. Die Liste wird fortlaufend um weitere Berichte ergänzt.
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