Transparenz

Schulinspektion: Unterricht steht im Mittelpunkt

23. Januar 2014 Pressemitteilung

Schulsenator Ties Rabe hat in der Bürgerschaft für die neu aufgestellte Hamburger Schulinspektion geworben: „Alle Hamburger Schulen werden seit März 2013 zum zweiten Mal inspiziert. Seitdem achten die Inspektoren wesentlich stärker auf die Unterrichtsqualität. Auch die Frage, ob und wie die jeweilige Schule den Unterricht stetig verbessert, wird genau untersucht. Zudem werden erstmals die Ergebnisse der Inspektion in verständlicher und klarer Form im Internet veröffentlicht. Mit diesen Veränderungen machen wir deutlich, dass es in der Schule vor allem auf die Qualität des Unterrichts ankommt. Zudem schaffen wir durch die Veröffentlichung ein Höchstmaß an Transparenz für Eltern und Schule.“

  • Schule, Familie und Berufsbildung

Rabe wendete sich zugleich gegen Vorschläge der FDP, in die Berichte der Schulinspektion beispielsweise auch die Abiturdurchschnittsnoten einzubeziehen: „Die Durchschnittsnoten des Abiturs sagen über die Qualität von Schule und Unterricht nichts aus, sondern sind vielmehr Ausdruck einer bestimmten Zensierungspraxis der Lehrkräfte der jeweiligen Schule und Ausdruck  für die Bildungsnähe der Elternhäuser der Schülerinnen und Schüler. Wer mit solchen Notenspiegeln die Qualität einer Schule messen will, führt Eltern und Lehrer bewusst in die Irre.“

Rabe weiter: „Die Schulinspektion hat im März 2013 ihre zweite Runde begonnen. Dafür wurde die Inspektion neu aufgestellt. Es macht überhaupt keinen Sinn, mitten im laufenden Inspektionsverfahren die Bewertungskriterien zu verändern. Dann entstünde die seltsame Lage, dass bei einigen Schulen die alten, bei anderen die neuen Kriterien angewendet würden. Wer soll da noch durchblicken, wenn es eine Vielzahl unterschiedliche Inspektionsberichte gibt? Schulen und Eltern brauchen Klarheit und Verlässlichkeit und nicht alle Monate eine neue Reform. Die neu aufgestellte Schulinspektion sollte jetzt in Ruhe ihre Arbeit machen und nicht alle Monate wieder geändert werden. Darüber hinaus bekommen Schulen und Eltern weitere für ihre Arbeit wichtige fundierte Rückmeldungen, etwa durch die Schülerleistungsstudien KERMIT. Auf dieser Basis können Schule und Lehrkräfte dann sinnvolle Konsequenzen für die nächsten Schritte der Qualitätsentwicklung ziehen.“

Die Zusammenfassung der wesentlichen Stärken und Schwächen der Schule wird nach einem einheitlichen Verfahren im Internet fortlaufend veröffentlicht unter http://www.hamburg.de/grundschulen bzw. www.hamburg.de/weiterfuehrende-schulen eingestellt. Seit April 2013 sind dort bereits 36 aktuelle Schulinspektionsergebnisse veröffentlicht. Die Liste wird fortlaufend um weitere Berichte ergänzt.

 

Rückfragen der Medien:

Behörde für Schule und Berufsbildung

Peter Albrecht, Pressesprecher
Tel. (040) 42863 – 2003
E-Mail: peter.albrecht@bsb.hamburg.de
Internet:
www.hamburg.de/bsb

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