Landeszentrale für politische Bildung

"Hamburger Frauenbiografien" - App erschließt Datenbank für Smartphones

05. März 2018 Pressemitteilung

Die App, die im Google Play Store und auch bei iTunes kostenfrei heruntergeladen werden kann, bietet pünktlich zum Internationalen Frauentag vielfältige Möglichkeiten, zu Hamburgs Frauen zu recherchieren. Im Mittelpunkt stehen hier Frauen, die zu ihren Lebzeiten in der Hansestadt gewirkt und/oder gewohnt und Spuren hinterlassen haben. Das können Autorinnen, Schauspielerinnen, Wohltäterinnen, Kneipenwirtinnen, Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen, Unternehmerinnen, Ärztinnen, Sozialarbeiterinnen, Juristinnen, Journalistinnen, Widerstandkämpferinnen gegen und Opfer des NS-Regime etc. sein – aber auch Täterinnen. Einfach mit dem Mobiltelefon im App Store nach "Hamburger Frauenbiografien" suchen und anhand von Namen, Straßen oder Stadtteil auf Spurensuche gehen. Präsentiert werden übrigens auch Orte, Einrichtungen, Vereine und Themen, die für Frauen von historischer Bedeutung waren und sind.

  • Schule, Familie und Berufsbildung
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Dr. Birgit Kiupel

Die Zahlen sind ernüchternd: Zirka 2.515 Straßen in Hamburg sind nach Männern benannt. Dem gegenüber sind es nur 405 Straßen die Frauennamen tragen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Anzahl der Denkmäler und Erinnerungstafeln. Auch bei Ehrungen und Auszeichnungen wird oft an IHN und nur wenig an SIE gedacht.

Trotz aller Leistungen von Frauen scheint die Erinnerung an sie schneller zu verblassen, sind die Archive und Netze der Erinnerung besonders löchrig und erweist sich die Wertschätzung weiblichen Wirkens als gering. Wie oft heißt es, wenn auch Frauen geehrt werden könnten: „Uns ist dazu keine Frau von Bedeutung bekannt!“ Ein Argument, das seit Bestehen der Frauenbiografien–Datenbank keine Chancen hat. Von Dr. Rita Bake erstellt, bietet dieses Angebot breites Wissens-Spektrum aus  Archivmaterialien, Lexika, Zeitungsartikeln und Notizen sowie auch aus veröffentlichten Biografien.

Dabei werden keineswegs nur prominente Frauen vorgestellt. Vielmehr wird das Augenmerk auch auf das Wirken und Leben der „kleinen Frau“ gerichtet, die oft im Stillen gearbeitet hat, für die Familie, die Stadt, die Kultur, die Wissenschaft, für sich. Darüber hinaus werden Orte, Einrichtungen, Vereine und Themen präsentiert, die für Frauen von historischer Bedeutung waren und sind.

Seit 2012 haben Interessierte unter www.hamburg.de/frauenbiografien die Möglichkeit, sich zum Thema schlau zu machen; und ab sofort auch per App.

Wichtig:
Die App kann ausschließlich auf dem Smartphone und nicht auf anderen Mobilgeräten genutzt werden.

Rückfragen der Medien
Behörde für Schule und Berufsbildung
Landeszentrale für politische Bildung
Annika Samesch | Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: (040) 428 23-4808
Internet: www.hamburg.de/politische-bildung
E-Mail: annika.samesch@bsb.hamburg.de

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