Schulsenator Ties Rabe: „Die neuen Bildungspläne auch für die Nebenfächer in der Sekundarstufe 1 stärken die bewährte Hamburger Lernkultur und schreiben diese fort. Die Überarbeitung zielt auf eine Aktualisierung und Weiterentwicklung des erfolgreichen Schul- und Bildungsangebots mit Augenmaß. Es geht vor allem darum, neue Entwicklungen in Schule und Gesellschaft aufzugreifen und die aktuellen Erkenntnisse der Bildungsforschung, der Fachwissenschaften und der Fachdidaktiken zu berücksichtigen.“ Dazu wurden die bisherigen Kapitel überarbeitet und ergänzt.
Im letzten Jahr hatte die Schulbehörde die Entwürfe für neue Bildungspläne in einem breiten Beteiligungsverfahren erörtern lassen und nach ausführlicher Beratung und umfassenden Änderungen verabschiedet. Diese Pläne werden zurzeit in allen Schulen in die schuleigenen Curricula überführt. Die wesentlichen Themen der neuen Bildungspläne sind damit geklärt und entschieden worden. Die Bildungspläne sind ab dem kommenden Schuljahr Grundlage des Unterrichts und werden für drei Jahre erprobt. Damit ist der wesentliche Teil der Überarbeitung der Bildungspläne geleistet.
Allerdings sind die neuen Bildungspläne noch nicht ganz vollständig. Es fehlen noch die Rahmenpläne für die „Nebenfächer“ der Sekundarstufe 1 der Gymnasien und der Klassenstufen 5 bis 11 der Stadtteilschulen. Sie stellen die notwendige Verbindung zwischen den neuen Bildungsplänen der Grundschule und der gymnasialen Oberstufe her.
Daher hat die Schulbehörde den Schulen und Schulbeteiligten jetzt die Entwürfe für diese noch fehlenden Rahmenpläne zur Beratung zur Verfügung gestellt. Dazu gehören in einem ersten Schritt die Fachrahmenpläne für die Gesellschaftswissenschaften, die Sprachen außer Englisch, die Künste, Sport, die Berufsorientierung und die Aufgabengebiete.
Allerdings können die Entwürfe für die Rahmenpläne der Naturwissenschaften erst in den Sommerferien finalisiert werden, weil die neuen Vorgaben der Kultusministerkonferenz für diese Fächer nicht früher fertig sind und diese Vorgaben in den Hamburger Bildungsplänen berücksichtigt werden müssen. Die Schulbehörde wird daher diese Entwürfe direkt nach den Sommerferien zur Verfügung stellen.
Schulen, Kammern und Verbände sind jetzt aufgerufen die Entwürfe fachlich zu prüfen und Verbesserungsvorschläge zu entwickeln. Wie schon in der Beratungsphase im letzten Jahr geht die Schulbehörde davon aus, dass die Entwürfe noch weiterentwickelt und verbessert werden können.
Für die Beratungen steht ausreichend Zeit zur Verfügung. Bis zum 1. November 2023 soll Gelegenheit sein, die jetzt vorgelegten neuen Entwürfe zu beraten und Hinweise für die Überarbeitung zu geben. Für die naturwissenschaftlichen Bildungspläne steht Beratungszeit bis zum 13. November 2023 zur Verfügung.
Fachleute aus der Bildungsabteilung der Schulbehörde werden in dieser Phase als Dialogpartner die Pläne erläutern. Dafür wird die Behörde die Entwürfe in den Schulleitungsdienstbesprechungen, in gesonderten Beratungsterminen mit den Kammern und in eigens dafür geplanten Fachforen erläutern und diskutieren. Auch wird die bereits in der ersten Phase einberufene Bildungsplankommission erneut beraten, um die verschiedenen Perspektiven von Schule, Universität und Behörde in den Beratungsprozess einzubeziehen.
Wie im letzten Jahr werden alle Stellungnahmen von der Behörde geprüft, veröffentlicht und in der Überarbeitung der Entwürfe berücksichtigt, bevor auch diese Rahmenpläne zum Beginn des Jahres 2024 veröffentlicht und zur Erprobung frei gegeben werden.
Bildungspläne legen fest, welche Ziele und Inhalte in jedem einzelnen Schulfach und jeder Jahrgangsstufe unterrichtet und gelernt werden sollen.
Die Schulbehörde erfüllt mit der Überarbeitung der Pläne einen 2019 parteiübergreifend beschlossenen Auftrag der Hamburgischen Bürgerschaft. Die Bildungspläne wurden von Fachleuten der Schulbehörde gemeinsam mit Lehrkräften aus den Schulen erarbeitet. Dabei wurden die Bildungspläne anderer Bundesländer, die Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) und die neusten pädagogischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt. Zudem wurden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hamburg eng in die Beratungen einbezogen.
Die Entwürfe der Fachrahmenpläne sind jetzt im Internet veröffentlicht worden und stehen Ihnen unter folgender Adresse zur Verfügung: