Projektkoordinatorin Tanja Hotes, Beratungsstelle Gewaltprävention: „Während der zweiwöchigen Veranstaltungszeit bieten wir für die Teilnehmenden kompakte Workshops, interaktive Formate und Möglichkeiten zur Vernetzung mit anderen Schulen. Themen wie Kommunikation, Konfliktlösung und Zivilcourage stehen dabei im Fokus. Gleichzeitig bieten die Workshops Raum, um Erfahrungen auszutauschen, neue Impulse für ihre wichtige Rolle im Schulalltag zu erhalten und die eigene Praxis weiterzuentwickeln.“
Wegen eines Wasserschadens gibt es diesmal jedoch keine Großveranstaltung im Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen (LI), sondern es wird dezentral in den beteiligten Schulen gefeiert.
Zu den Streitschlichtungstagen angemeldet haben sich in diesem Jahr 64 Schulen mit etwa 1.400 Schülerinnen und Schülern, die sich aktiv an Hamburgs Schulen für ein friedliches und kooperatives Miteinander einsetzen. Alle Teilnehmenden erhalten eine Urkunde als Auszeichnung für ihre engagierte Tätigkeit an den Schulen und einen schriftlichen Gruß der Senatorin. Insgesamt gibt es aktuell in Hamburg rund 2.000 aktive Streitschlichterinnen und Streitschlichtern an über 150 Schulen. Veranstaltet werden die 23. Hamburger Streitschlichtungstage von der Beratungsstelle Gewaltprävention in Kooperation mit dem Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (ikm) und der Unfallkasse Nord.
Für über 150 Hamburger Grundschulen, Stadtteilschulen, Gymnasien und Regionale Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ) gehört das Konzept Streitschlichtung mittlerweile zum Schulalltag. Streitschlichterinnen und Streitschlichter haben die Aufgabe, als unparteiische Dritte zwischen den Streithähnen zu vermitteln. Gemeinsam soll eine Lösung gefunden werden, mit der alle streitenden Parteien einverstanden sind. Alle Streitschlichterinnen und Streitschlichter an Hamburger Schulen, jüngere wie ältere, werden in einem 30- bis 40-stündigen Kurs auf ihre anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet. Die Kinder und Jugendlichen vermitteln im Durchschnitt drei Mal pro Woche bei Konflikten.
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