Das Ziel ist klar: Alle Hamburger Kinder sollen am Ende ihrer Grundschulzeit schwimmen können. Im Schuljahr 2024/25 erreichten 84,3 Prozent (Vorjahr 83,9 Prozent) aller Viertklässlerinnen und Viertklässler am Ende ihrer Grundschulzeit mindestens das Schwimmabzeichen Seepferdchen, davon 74 Prozent mindestens das Bronzeabzeichen (Vorjahr 70,9 Prozent). Diese Erfolge sind umso bemerkenswerter, weil die Zahl der Kinder, die zu Beginn des Schwimmunterrichts nicht schwimmen können, nach wie vor sehr hoch ist (53,5 Prozent).
Bildungssenatorin Ksenija Bekeris: „Die Tatsache, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler im obligatorischen Schwimmunterricht an unseren Schulen ein Schwimmabzeichen erreichen, ist eine sehr gute Nachricht – gerade weil mehr als die Hälfte aller Grundschulkinder ohne jede Vorerfahrung in den Schwimmunterricht startet. Ob Seepferdchen oder Bronzeabzeichen – jede bestandene Prüfung bedeutet mehr Sicherheit im Wasser. Unser Anspruch bleibt klar: Jedes Kind in Hamburg soll Ende der Grundschulzeit sicher schwimmen können.“
Im Schuljahr 2013/14 erreichten 82 Prozent aller Viertklässler am Ende ihrer Grundschulzeit das Schwimmabzeichen Seepferdchen, davon schafften 64 Prozent das Schwimmabzeichen Bronze. Nach der Umstellung des Schwimmunterrichts im Schuljahr 2014/15 von sechs auf zwölf Monate in der Grundschulzeit stiegen die Zahlen stetig an, von 86,8 Prozent (Seepferdchen) und 69,7 (Bronze) im Schuljahr 2014/15 auf 87,3 Prozent (Seepferdchen) und 72,8 (Bronze) im Schuljahr 2018/19. In Folge der Corona-Pandemie sanken die Zahlen allerdings vorübergehend wieder, der Tiefpunkt wurde im Schuljahr 2020/21 erreicht mit nur 71,3 Prozent bestandenen Seepferdchen-Abzeichen und 58,2 Bronze-Abzeichen. Nach dem Ende der Pandemie stiegen die Zahlen dann jedoch langsam wieder an. Aktuell liegen die Ergebnisse zwar immer noch unter den Vor-Corona-Werten, der stetige Aufwärtstrend zeigt jedoch, dass immer mehr Kinder die pandemiebedingten Rückstände aufholen.
Zum Hintergrund: 2006 wurden für den schulischen Schwimmunterricht erstmals Zielzahlen festgelegt. Demnach sollen am Ende der Grundschulzeit 95 Prozent aller Schülerinnen und Schüler das Schwimmabzeichen Seepferdchen erreichen, davon 70 Prozent das Jugendschwimmabzeichen Bronze. Erst mit diesem auch als „Freischwimmer“ bekannten Abzeichen gelten Kinder als sichere Schwimmerinnen und Schwimmer. Um diese Ziele zu verwirklichen, ist das Schulschwimmen fester Bestandteil des Unterrichts und wird von speziell qualifizierten Fachkräften durchgeführt. Die Schulen können flexibel entscheiden, ob der Schwimmunterricht in einem Schuljahr gebündelt oder auf die Klassenstufen 3 und 4 verteilt wird.
Insgesamt hat die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) im vergangenen Jahr bundesweit 95.273 Schwimmabzeichen in Gold, Silber und Bronze ausgegeben, womit laut DLRG ein Höchstwert in den vergangenen zehn Jahren erreicht wurde.
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