Unter dem Motto „Familien stärken. Gemeinsam wachsen“ übernahm Hamburg zu Anfang 2025 den Vorsitz der JFMK und mit dem Schwerpunkt auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Angesichts der zunehmenden psychischen Belastungen junger Menschen setzt sich Hamburg für eine Stärkung präventiver Strukturen in der Kinder- und Jugendhilfe ein. Ein zentrales Anliegen ist es, die verschiedenen Akteure – Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitssystem und Sozialleistungsträger – noch enger miteinander zu vernetzen.
Ein Beispiel dieser gelungenen Kooperation in Hamburg ist das Projekt „Temporäre Lerngruppe (TLG) Eimsbüttel“. Dabei handelt es sich um ein Angebot für Kinder und Jugendliche mit besonders herausforderndem Verhalten. Hier werden Schülerinnen und Schüler individuell und bedarfsgerecht für die Rückkehr in den schulischen und sozialen Alltag unterstützt. Das Projekt vereint schulische und sozialpädagogische Angebote und wird gemeinsam von Schule und Jugendhilfe umgesetzt. Die bisher vorliegenden Ergebnisse sind aus Hamburger Sicht sehr überzeugend und bieten wertvolle Impulse auch über Hamburg hinaus. Deshalb nutzten Vertreterinnen und Vertreter aus Hamburg und Hessen die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild zu machen und in einen fachlichen Austausch zu gehen.
Im ReBBZ Eimsbüttel gibt es weitere Beispiele dieser gelungenen Kooperation: Das Projekt „Team Übergangsbegleitung (TÜB)“, das psychologisch-sonderpädagogische Beratung für besonders herausfordernde Übergänge – etwa nach einem Klinikaufenthalt – bereitstellt TÜB trägt dabei zu einer Vernetzung aller Beteiligten sowie zu einem Wissenstransfer von der Klinik an die Schule bei und hilft bei der bedarfsgerechten Gestaltung des Reintegrationsprozesses.
Ein weiteres Projekt befasst sich mit der „Stabilisierung und Reintegration von Schülerinnen und Schülern im Bezirk Eimsbüttel (StaRS)“. StaRS richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die aufgrund von unterschiedlichen Erscheinungsformen von Angst anhaltend schulvermeidendes Verhalten zeigen. In einer Kleingruppe werden sie in einem schulfernen Umfeld individuell unterrichtet und Schulpsychologisch sowie sozialpädagogisch begleitet. Die Kooperation zwischen Jugendamt, Nordlicht e. V. und ReBBZ Eimsbüttel ermöglicht eine besonders zielgenaue Förderung und unterstützt die Reintegration in die Regelschule oder andere weiterführende Maßnahmen. Auch hier sind die bisher vorliegenden Ergebnisse sehr überzeugend und bieten wertvolle Impulse auch über Hamburg hinaus. Aus diesem Grund haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus Hamburg und Hessen vor Ort ein Bild gemacht und Erfahrungen ausgetauscht.
Hamburgs Familiensenatorin Ksenija Bekeris: „Der Vorsitz der JFMK hat uns einmal mehr vor Augen geführt, wie wesentlich ein abgestimmtes, verantwortungsbewusstes Handeln der Länder für das Wohl von Kindern, Jugendlichen und Familien ist. Die Herausforderungen unserer Zeit verlangen verlässliche Strukturen, klare Zuständigkeiten und die Bereitschaft, voneinander zu lernen. Ich danke Hessen für die stets konstruktive Kooperation im zurückliegenden Jahr und übergebe den Vorsitz mit großem Vertrauen in eine ebenso umsichtig geführte Fortsetzung.“
Heike Hofmann, Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales: „Ich danke Hamburg, das den Konferenzvorsitz in diesem Jahr mit viel Hingabe und Liebe zum Detail ausgeübt hat und freue mich darauf, diese Aufgabe im kommenden Jahr mit meinem Haus für Hessen übernehmen zu dürfen. Die von Hamburg gesetzten Schwerpunkte sind wertvolle Anknüpfungspunkte für die Inhalte, die wir in den Mittelpunkt stellen möchten: So wollen wir etwa die Kompetenzen Jugendlicher im Umgang mit Medien stärken, aber auch im Hinblick auf den Wert von und den Umgang mit unserer Demokratie. Ich freue mich darauf, hier im Zusammenspiel der Länder Akzente zu setzen und die Zusammenarbeit verbindlich und lösungsorientiert zu gestalten – ganz dem Hamburger Beispiel folgend.“
Mit dem heutigen Wechsel des Vorsitzes blickt Hamburg auf ein Jahr zurück, in dem wichtige Impulse für die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien gesetzt werden konnten. Hamburg bedankt sich bei allen beteiligten Partnerinnen und Partnern für die engagierte Zusammenarbeit und wünscht Hessen für den Vorsitz der JFMK 2026 viel Erfolg.
Über die JFMK
Die JFMK ist das Fachgremium der für die Kinder-, Jugend- und Familienpolitik zuständigen Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren der Länder. Sie berät und beschließt über wichtige sowie grundsätzliche Angelegenheiten der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik. Sie dient der Koordinierung der Länderinteressen untereinander sowie der Zusammenarbeit mit dem Bund.
Der Vorsitz wechselt jährlich zum 1. Januar. Die nächste Tagung der Jugend- und Familienministerkonferenz unter dem Vorsitz Hessens wird am 21. und 22. Mai 2026 in Hessen stattfinden.
Rückfragen der Medien
Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung
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Internet: www.hamburg.de/bsfb
Hessisches Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales
Matthias Schmidt | Pressesprecher
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