Die angehenden Studierenden haben beim Zentrum für Aus- und Fortbildung (ZAF) ein anspruchsvolles Auswahlverfahren durchlaufen. Das ZAF und das Praxisbüro Soziale Arbeit des Sozialpädagogischen Fortbildungszentrums (SPFZ) der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung koordinieren gemeinsam die Abläufe in der Praxis und begleiten die Studierenden während ihres Studiums. Während des siebensemestrigen Studiums werden die Studierenden in Fachbehörden, Bezirksämtern und Landesbetrieben ausgebildet und erhalten so wertvolle Einblicke in die Aufgabenbereiche der Sozialen Arbeit, um ihre theoretischen Kenntnisse direkt in der Praxis anzuwenden.
Einführungstage zum Auftakt
Für die Studierenden beginnt das duale Studium im September zunächst mit zentralen Einführungstagen im ZAF, die jedes Jahr den Auftakt des Studiums bilden. Neben dem Kennenlernen erhalten die Nachwuchskräfte nicht nur erste Informationen zum Studium und zu den Strukturen in der Verwaltung, sondern können bereits mit den Ausbildungsleitungen, Fachkräften und Studierenden aus höheren Semestern in den Austausch treten. Dabei wird mit einer von den Studierenden organisierten Rallye Hamburg auch aktiv erkundet.
Praxisausbildung in vielfältigen Dienststellen
Bis zum Semesterbeginn im Oktober lernen die Studierenden ihre Dienststellen, in denen sie die nächsten dreieinhalb Jahre von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen ausgebildet werden, kennen. Ausgewählt haben sie diese bereits Ende Juni bei einer Ausbildungsmesse.
Rund die Hälfte der Nachwuchskräfte wird in den Bezirksämtern ausgebildet. Auch die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung ermöglicht das duale Studium in den Regionalen Bildungs- und Beratungszentren, Grund- und Stadtteilschulen und Gymnasien sowie in verschiedenen Bereichen des Amtes für Familie. Wie in den letzten Jahren bringt sich auch der Landesbetrieb für Erziehung und Beratung in die Ausbildung der Nachwuchskräfte ein. Darüber hinaus beteiligen sich weitere Fachbehörden an der Ausbildung.
Theorie-Praxis-Transfer während des Studiums
In den ersten Semestern liegt der Fokus auf den theoretischen Studieninhalten an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie in Trägerschaft der Stiftung „Das Rauhe Haus“, die regional und überregional fachlich hoch anerkannt ist. Dabei kommen die 55 Nachwuchskräfte der Freien und Hansestadt Hamburg mit 20 Studierenden freier Träger zusammen. Die Studierenden sind zunächst einmal wöchentlich in ihrer Praxisstelle. Ab dem dritten Semester wächst der praxisbezogene Studienanteil. Die Nachwuchskräfte sind zwei, später drei bis vier Tage wöchentlich in der Praxis und übernehmen folglich immer mehr Aufgaben. Durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis wird sichergestellt, dass die Studierenden bestens auf die Aufgaben und Herausforderungen in der Sozialen Arbeit vorbereitet werden.
Abschluss und Übernahme
Die Nachwuchskräfte schließen das Studium mit dem Bachelor of Arts Soziale Arbeit ab und erhalten zudem die staatliche Anerkennung. Mit dem Entschluss für das Studium erklären sich die Studierenden entsprechend der erworbenen Qualifikation bereit, mindestens drei Jahre im Bereich der Sozialen Arbeit im öffentlichen Dienst tätig zu bleiben. Dass das duale Studium einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftegewinnung leistet, zeigen die Übernahme der Jahrgänge 2020, 2021 und 2022 mit rund 120 Absolventinnen und Absolventen, die eine Tätigkeit als Fachkraft in den vielfältigen Dienststellen der Freien und Hansestadt Hamburg begonnen haben.
Hinweis an die Medien: Ein Gruppenfoto der Studierenden kann auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.
Rückfragen der Medien
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