Der Rathausmarkt war bereits im Vorjahr mit knapp 3.700 Spielerinnen und Spielern voll belegt – trotzdem schafften es die Veranstalter, in diesem Jahr noch rund 50 weitere Schachbegeisterte unterzubringen und damit einen neuen Outdoor-Rekord zu setzen. Wenn die jungen Schachspielerinnen und Schachspieler ihre Plätze einnehmen, entsteht immer ein ganz besonderer Moment: Unmittelbar nach dem Eröffnungscountdown reichen sich die Teilnehmenden die Hände, bevor für wenige Sekunden eine beeindruckende, konzentrierte Stille über dem Rathausmarkt liegt – ein Augenblick, den viele als geradezu „magisch“ beschreiben.
Den Eröffnungszug an einem der knapp 2.000 Schachbretter machte Bildungssenatorin Ksenija Bekeris mit Unterstützung von Francesca (10) und Thore (10) aus der Schulschachgruppe der Grundschule Windmühlenweg. Sie setzten E2 auf E4. Damit war die Bildungssenatorin sicherlich gut beraten: Thore wurde vor zwei Wochen mit seinem Team Deutscher Vizemeister der Grundschulen und Francesca ist mit ihrem Team Deutsche Meisterin der Grundschulen. Bekeris war zum dritten Mal dabei und freut sich schon auf das Jubiläum in zwei Jahren. Bekeris: „Das Alsteruferturnier ist ein echtes Hamburger Ereignis. Wenn fast 3.800 Kinder auf dem Rathausmarkt Schach spielen, wird sichtbar, wie groß die Begeisterung für dieses Spiel ist. Schach fördert Konzentration und Fairness und macht zugleich einfach Freude. Mein Dank gilt allen, die dieses besondere Turnier möglich machen und unterstützen, insbesondere dem Organisationsteam um Björn Lengwenus.“
Der Schulleiter der Stadtteilschule Alter Teichweg, Björn Lengwenus, organisiert das von der Bildungsbehörde ausgerichtete Turnier seit Jahren. Johannes Brancke, Thalia Vertriebsdirektor Nord/Ost, und Ralf Günther, Direktor der Haspa Region Alster-Ost, freuten sich als Vertreter der Hauptsponsoren wieder ein Turnier mitzuerleben, in dem Fairplay, Gemeinschaft und die alle einende Begeisterung für den Schachsport im Mittelpunkt standen.
Wie bereits in den drei vergangenen Jahren gewann auch diesmal erneut das Linke Ufer. Das Rechte Ufer, das in der Gesamtwertung aller Turniere seit 1958 jetzt noch weiter zurückliegt, kämpfte allerdings hart: Bis zum Schluss lieferten sich die beiden Alsterseiten ein packendes Duell, das erst kurz vor Ende entschieden wurde. Jeder Punkt zählte, bis schließlich der knappe Endstand von 951,5 zu 920,5 Punkten erreicht war.
Stellvertretend für das Linke Ufer nahm die Mannschaft der Grundschule Wielandstraße den großen Traditionspokal oder auch „Henkelpott“, entgegen. Sie war aus dem Topf der 17 Teams ausgelost worden, die ihr Match mit 8:0 gewonnen hatten. Ein besonderer Dank gebührt allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Hamburger Schachjugendbunds, die den reibungslosen Ablauf des Turniers sicherten und schon am frühen Morgen knapp 2.000 Schachbretter aufgebaut hatten.
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