Bildungssenatorin Ksenija Bekeris: „Ich freue mich sehr, dass die Schülerinnen und Schüler sowie die Beschäftigten der Schule Auf der Veddel wieder gemeinsam in ihrem sanierten Schulgebäude lernen und arbeiten können. Im Mittelpunkt der aufwändigen Sanierung stand stets das Ziel, die besten Bedingungen für eine lebendige Schulgemeinschaft und zeitgemäße Pädagogik zu schaffen. Mit der neuen, nach höchsten Energieeffizienzstandards errichteten Mensa, dem begrünten Dach-Schulhof und dem neu gestalteten Außengelände haben wir Orte geschaffen, die das Miteinander und das Lernen stärken. Insgesamt haben wir an diesem Standort 36 Millionen Euro investiert - eine Investition in die Zukunft der Kinder und Jugendlichen auf der Veddel. Gleichzeitig setzen wir mit erneuerter Haustechnik, verbessertem Wärmeschutz, einer kühlenden Lüftungsanlage und einer Photovoltaikanlage neue Maßstäbe für einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Schulbetrieb.“
Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Die Veddel gehört zu den Stadtteilen, in die wir ganz bewusst als RISE-Fördergebiet investieren. Mit dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen setzen wir hier erhebliche finanzielle Impulse und stärken gezielt die Zukunft der Veddel. Durch die RISE-Maßnahmen wird der Schulalltag der Schülerinnen und Schüler unmittelbar verbessert – von der Neugestaltung des Schulhofs bis zur Nutzung des begehbaren, begrünten Mensadachs. Damit stärken wir die Schule als zentralen Bildungsort auf der Veddel und zugleich als wichtigen und attraktiven Begegnungsort vor allem für die Kinder und Jugendlichen nach der Schule. Durch entsiegelte Schulhofflächen und ein Mensadach mit naturnaher Gestaltung und intensiver Begrünung in Hochbeeten wird durch RISE ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Biodiversität und zur Klimaanpassung in einem sonst dicht bebauten Quartier geleistet. Solche Investitionen zeigen, dass gute Bildungsinfrastruktur und eine positive Quartiersentwicklung untrennbar zusammengehören und wir die Veddel nachhaltig und zukunftsfähig voranbringen wollen.“
Mandy Herrmann, Geschäftsführerin von SBH | Schulbau Hamburg: „Wir sind sehr froh, dieses besondere Schulgebäude im Herzen der Veddel für die Schulgemeinschaft erhalten und in eine gute Zukunft führen zu dürfen. Die Sanierung des denkmalgeschützten Fritz-Schumacher-Baus zeigt, wie viel Potenzial im Bestand steckt: Jeder nicht gebaute Quadratmeter ist ein nachhaltiger Quadratmeter – und genau diesen Gedanken haben wir hier konsequent umgesetzt. Mit großer Sorgfalt und hohem Qualitätsanspruch ist es gelungen, die historische Substanz zu bewahren und zugleich moderne, zeitgemäße Lernräume zu schaffen. Dieses Ergebnis ist vor allem der sehr guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verdanken. Gemeinsam haben wir einen Ort weiterentwickelt, der der Schule auf der Veddel langfristig beste Bedingungen bietet.“
Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „Die Schule auf der Veddel zeigt beispielhaft, wie gute Bildungsinfrastruktur und Stadtteilentwicklung zusammenwirken können. Mit der Sanierung wurde nicht nur der dringend benötigte Raum für den Schulbetrieb geschaffen, sondern zugleich ein neuer öffentlicher Ort für den Stadtteil entwickelt. Das rund 300 Quadratmeter große, barrierefrei zugängliche und begrünte Dach sowie der neu gestaltete Schulhof schaffen den Schülerinnen und Schülern mehr Raum zum Lernen und für Begegnung und öffnen die Schule zugleich für die Nachbarschaft. So wird aus einem Schulstandort ein lebendiger Treffpunkt mitten auf der Veddel.“
Bianka Petri, Schulleiterin der Schule auf der Veddel: „Nach zweieinhalb Jahren kehrt die Schule auf der Veddel in ihr traditionsreiches Fritz-Schumacher-Schulhaus am Castellonstieg zurück. Das sorgfältig modernisierte Gebäude verbindet historischen Charme mit zeitgemäßer Bildungsarchitektur und greift damit die ursprüngliche Intention des Architekten Fritz Schumacher auf: Lernorte zu schaffen, die weit über den eigentlichen Schulbetrieb hinaus Platz für Gemeinschaft, Begegnung und kulturelles Leben bieten.
Als Ergebnis der Sanierung sind Räume flexibel, digital integriert, nachhaltig und ermöglichen Kollaboration sowie individuelle Förderung, viel Tageslicht, um moderne Lehr- und Lernformate zu unterstützen. Eine neue Mensa, ein neu gestalteter Schulhof schaffen neue Qualität für ganztägiges Lernen. So wird das historische Schulhaus erneut zu einem lebendigen Mittelpunkt der Veddel, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beispielhaft verbindet.“
Die Sanierungs- und Baumaßnahmen
Das Hauptgebäude der Schule wurde zwischen 1929 und 1931 nach den Plänen des Architekten Fritz Schumacher errichtet. Es diente damals als Volksschule, besonders auffällig ist die rote Klinkerfassade, die das Gebäude prägt und ihm seinen besonderen Charakter verleiht. Dieses Erscheinungsbild hat Bildungsbau Hamburg in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt umfassend erhalten können und das Gebäude behutsam so saniert, dass es modernen pädagogischen Ansprüchen gerecht wird. Unter anderem wurde dabei die Haustechnik komplett erneuert, die Fenster auf der Südseite haben eine wärmeschätzende Sonnenverglasung erhalten. Auf dem Dach wurde eine Lüftungsanlage installiert, die warme Luft über bestehende Schächte im Gebäude nach außen führt und so zur Kühlung beiträgt. Eine Photovoltaik-Anlage sorgt in Verbindung mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe künftig für die Beheizung der Mensa. Außerdem sind drei neue Fachräume für Arbeitslehre und Naturwissenschaften entstanden.
Mittels innovativer und denkmalverträglicher Lösungen zur energetischen Verbesserung wurde das Denkmal fit für die Zukunft gemacht: bereits vor der Sanierung hatte die Schule eine neue Mensa erhalten. Das Holzgebäude mit einer multifunktionalen Vitalküche und einer rund 325 Quadratmeter großen Fläche zum Essen steht der Schule bereits seit Sommer 2024 zur Verfügung. Das Highlight des im besonders sparsamen Energieeffizienzstandard EG 40 realisierten Gebäudes bildet die begehbare Dachfläche mit Begrünung, mit der Schulhoffläche hergestellt wird. Das Gebäude wurde jüngst beim Hamburger Preis für Grüne Bauten 2025 mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Durch das begehbare, begrünte Mensadach entsteht ein zusätzlicher grüner Freiraum auf der Veddel, der von allen genutzt werden kann und Naturerfahrungen ermöglicht.
Insgesamt hat die Freie und Hansestadt Hamburg rund 36 Millionen Euro in den Standort investiert, davon rund 32 Millionen in die Sanierung. Der Bau der Mensa, die Überarbeitung der Schulhofflächen und die Sanierungsmaßnahmen wurden dabei mit rund 1,5 Millionen Euro zur Hälfte über das Sondervermögen Schulimmobilien und zugleich aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen gefördert.
Hintergrund: Der Standort
Die Schule auf der Veddel ist eine Langformschule von der Vorschule bis zum Jahrgang 10 mit rund 480 Schülerinnen und Schülern. Sie ist eine Schwerpunktschule, das heißt, in allen Klassen lernen auch Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen sonderpädagogischen Förderbedarfen. Die Schule war für den Zeitraum der Arbeiten auf den ehemaligen Zollflächen nördlich der Veddel untergebracht worden und ist nach Abschluss der Sanierungen nun auf das Schulgelände vollständig zurückgekehrt.
Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)
Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert. Maßnahmen zur Klimaanpassung sowie zur Verbesserung der grünen und blauen Infrastruktur stellen hierbei wichtige Aspekte dar.
Hamburg hat derzeit 25 RISE-Quartiere ausgewiesen, die in den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 27 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.
Rückfragen der Medien
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