Der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder gilt ab dem kommenden Schuljahr 2026/2027, beginnend mit der ersten Klassenstufe und wird stufenweise auf die Klassenstufen 2 bis 4 ausgeweitet. In Hamburg hingegen sind bereits seit 2012 alle Schulen Ganztagsschulen, der Rechtsanspruch ist seit 14 Jahren umgesetzt.
Bildungssenatorin Ksenija Bekeris: „Es freut mich, dass immer mehr Familien ihre Kinder für die schulischen Ganztagsangebote anmelden: Im aktuellen Schuljahr nehmen sogar 91 Prozent der Grundschüler:innen am Ganztag teil, so viele wie nie zuvor. Das ist ein großer Vertrauensbeweis in die Arbeit von Schulen und Trägern des Ganztags. Der Hamburger Ganztag ist eine echte Erfolgsgeschichte: Ganztagsangebote können die Chancengerechtigkeit in der Bildung erhöhen und zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Sie stärken die gesellschaftliche Teilhabe durch die Vielfalt der Angebote, in Kooperation mit außerschulischen Angeboten etwa in den Bereichen Sport, Kultur und Sprache. Hamburgs Schulen haben bereits seit 2012 flächendeckend Ganztagsangebote, sind damit bundesweit Vorreiter. Deutschlandweit soll der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz erst ab dem kommenden Schuljahr sukzessive umgesetzt werden.“
Hintergrund
Immer mehr Hamburger Familien nehmen die flächendeckenden Ganztagsangebote an den Schulen wahr, aktuell nehmen 91 Prozent der Grundschüler:innen am Ganztag teil, ein neuer Rekordwert (2014 waren es noch rund 74,5 Prozent). Knapp die Hälfte aller Grundschüler:innen (46 Prozent) nehmen darüber hinaus an einer Ferienbetreuung teil. Ende 2023 hatte das Institut der Deutschen Wirtschaft in einer Vergleichsstudie festgestellt, dass Hamburg bei der Ganztagsbetreuung an Grundschulen bundesweit die Spitzenposition einnimmt. Zuletzt hatte der Bildungsmonitor 2025 Hamburg einen Bestwert der Förderinfrastruktur mit Ganztagsschulen ausgewiesen.
Pressemitteilung Institut der Deutschen Wirtschaft (IW): https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/wido-geis-thoene-150000-neue-ganztagsplaetze-in-westdeutschland-noetig.html
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