Bildungssenatorin Ksenija Bekeris: „Nach wie vor sind die Anmeldezahlen hoch und bewegen sich im Rahmen des Vorjahres. Nach den Rekordjahren der hohen Anmeldezahlen am Anfang des Jahrzehnts bleiben die Zahlen herausfordernd. Wir stellen weiterhin sicher, dass alle Kinder in Hamburg auch künftig einen guten Schulplatz und die bestmögliche Förderung erhalten.“
Die Anmeldezahlen an den Grundschulen sind mit Stand Ende Januar in drei Bezirken gestiegen, in vier Bezirken zurückgegangen: In Altona sind die Zahlen in die Höhe gegangen (+85) und auch Bergedorf (+42) und Eimsbüttel (+28) verzeichnen einen Anstieg. Nur in Mitte (-85), Nord (-63), Wandsbek (-31) und Harburg (-11) gab es weniger Anmeldungen im Vergleich zum Vorjahr.
Die Anmeldezahlen liegen sehr nah an den Zahlen des Vorjahrs. Außerdem ist damit zu rechnen, dass sich die Zahl der Erstklässlerinnen und -klässler durch Zuzug und verspätete Anmeldungen zum Sommer noch einmal leicht erhöhen wird. So sind wie in jedem Jahr noch mehrere hundert laut Schulregister schulpflichtig werdende Kinder bislang nicht angemeldet, die Grundschulen gehen hier jedem Fall nach. Zudem sind derzeit noch 90 Anträge auf Zurückstellung vom Schulbesuch nicht abschließend entschieden. Diese Kinder werden je nach Entscheidung der Bildungsbehörde entweder in Klasse 1 oder in eine Vorschulklasse eingeschult.
Nach den aktuellen Zahlen gab es die meisten Anmeldungen bei der Grundschule Marienthal und an der Schule An der Gartenstadt (Wandsbek). 142 zukünftige Schülerinnen und Schüler haben jeweils diese Grundschule als Erstwunsch angegeben, gefolgt von der Grundschule Neugraben mit 137 Anmeldungen, der Fridtjof-Nansen-Schule (Lurup) mit 136 Anmeldungen gleichauf mit der Grundschule am Kiefernweg (Heimfeld). Die höchsten Zuwächse im Vergleich zu Vorjahr gab es bei der neu gegründeten Grundschule Isestraße (Harvestehude). Mit insgesamt 59 Anmeldungen hat die Schule 38 mehr als im Vorjahr, das ist eine Steigerung von 181 Prozent. Insgesamt 37 Anmeldungen mehr als im Vorjahr hat die Schule Hinter der Lieth (Lokstedt), was einen Anstieg von 79 Prozent ausmacht. Einen Anstieg von insgesamt 45 Prozent (+35 Anmeldungen) verzeichnet die Schule Fahrenkrön (Bramfeld).
In Hamburg können Eltern die Schule für ihr Kind frei wählen. Sie geben dazu einen Erstwunsch, aber auch zusätzlich einen Zweit- und einen Drittwunsch an. Diese Wunschangaben sind für die Bildungsbehörde maßgeblich. Erst wenn an einer Schule mehr Kinder angemeldet werden, als Plätze vorhanden sind, erfolgt die Verteilung nach gesetzlich festgelegten Kriterien. Dann werden zuerst die Kinder aufgenommen, deren Geschwister bereits die Schule besuchen. Danach entscheidet die Schulweglänge über die Aufnahme in der Wunschschule: Wer am nächsten wohnt, bekommt den Schulplatz. In den allermeisten Fällen kommen diese Kriterien nicht zum Tragen, weil Schulen nicht überangewählt sind. Die Erfüllungsquote für die Erst-, Zweit- und Drittwünsche liegt deshalb seit Jahren deutlich über 90 Prozent. Möglich wurde das unter anderem auch durch das Schulbauprogramm der letzten Jahre.
Die Sorgeberechtigten konnten ihre Kinder seit dem 5. November 2025 für eine Vorschulklasse anmelden. Anmeldungen fanden im Zusammenhang mit Vorstellungsgesprächen der viereinhalbjährigen Kinder statt. Wird dabei bei einem Kind ein besonderer Sprachförderbedarf festgestellt, ist dieses Kind grundsätzlich zum Besuch einer Vorschulklasse verpflichtet. Ansonsten ist der Besuch einer Vorschulkasse freiwillig und bildet damit ein einzigartiges Angebot der Stadt für die frühkindliche Bildung. Mit Stand 30. Januar 2026 ergibt sich ein Ausblick auf die kommende Schulorganisation der Vorschulklassen (VSK). Demnach haben sich 11.189 Kinder mit ihren Sorgeberechtigten für einen Besuch der Hamburger Vorschulklassen entschieden. Das sind 82 Kinder mehr als im Vorjahr (2025: 11.107).
Bildungsbehörde, Schulaufsicht und Schulleitungen nutzen die nächsten Wochen für die Organisation der zukünftigen 1. Klassen und Vorschulklassen. Voraussichtlich im April versenden die staatlichen Schulen die Aufnahmebescheide für rund 17.000 Erstklässler:innen und rund 11.000 Vorschüler:innen.
Schulen in privater Trägerschaft haben abweichende Anmelde- und Aufnahmeregularien und -termine.
Eine Übersicht der Anmeldungen für Klasse 1 an den staatlichen Grundschulen und Grundschulabteilungen für das Schuljahr 2026/27 finden Sie hier: https://www.hamburg.de/go/1141126
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