Familiensenatorin Ksenija Bekeris: „Dass wir 24 Jugendliche aus Kyiv hier in Hamburg willkommen heißen können, ist für mich mehr als eine Ferienmaßnahme. Es ist ein Zeichen der Solidarität. Wir möchten diesen jungen Menschen, deren Alltag seit geraumer Zeit von den Folgen des Krieges geprägt ist, eine Phase der Erholung und Stabilität ermöglichen und ihnen zugleich neue Begegnungen und Zukunftsperspektiven eröffnen. Gerade in Zeiten großer Unsicherheit brauchen junge Menschen Orte, an denen sie einfach Jugendliche sein dürfen – mit Raum für Begegnung, Bildung, Reflektion und Erholung. Mir ist wichtig, dass diese Reise darüber hinaus auch Mut macht und die Jugendlichen spüren lässt: Ihr seid nicht allein.“
Die Idee für diese Reise entstand im Rahmen des „Pakts für Solidarität und Zukunft“ zwischen Hamburg und Kyiv. Die Finanzierung der Reise erfolgt gemeinschaftlich: Die BSFB übernimmt mit 21.800 Euro den überwiegenden Teil der Reisekosten, weitere 20.000 Euro stellt die Senatskanzlei bereit. Die Jugendlichen werden auf der Reise im Rahmen einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Klitschko Foundation und dem deutschen Kooperationspartner „WeAreAllUkrainiens“ gGmbH aus Kiew von vier Betreuerinnen sowie zwei Psychologinnen begleitet. Das Jugenderholungswerk stellt außerdem drei ehrenamtliche Reisebegleitungen zur Verfügung.
Organisation und Durchführung der Ferienmaßnahme übernimmt das Jugenderholungswerk Hamburg e. V. (JEW), das als anerkannter Träger der Jugendhilfe seit 1985 bezuschusste Ferien- und Erholungsreisen für Kinder und Jugendliche insbesondere aus einkommensschwächeren Familien organisiert. Im Jahr 2025 nahmen über 1.100 Kinder und Jugendliche aus Hamburg an den Ferienfreizeiten des JEW teil. Eine Reise für Jugendliche aus der Ukraine ist ein Novum.
Heide Pusch, kaufmännische Leitung des JEW: „Es freut uns sehr, dass wir als Kooperationspartner für den Besuch der Jugendlichen aus Kyiv angefragt wurden. Aus unserem Kreis von Betreuerinnen und Betreuern konnten wir ausgebildete ehrenamtliche Ukrainerinnen, die jetzt in Hamburg leben, als Begleitung der Jugendlichen gewinnen. Nicht nur steigert es den Erholungswert und das Sicherheitsgefühl der Jugendlichen, wenn Sie in der Muttersprache kommunizieren können, auch bekommen sie durch die in Hamburg lebenden Ukrainerinnen ganz neue Perspektiven aufgezeigt. Wir möchten Ihnen eine unbeschwerte Zeit ermöglichen und damit auch ein Gefühl der Hoffnung in Bezug auf die Zukunft vermitteln.“
Das JEW steht seit mehr als 40 Jahren für verlässliche, pädagogisch qualifizierte Angebote, die soziale Kompetenzen stärken, Gemeinschaft erfahrbar machen und jungen Menschen neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen – und bemüht sich dabei neben der Förderung durch das Amt für Familie der BSFB zunehmend um zusätzliche Spenden, Partnerschaften, und den Einsatz ehrenamtlicher Menschen, um das Angebot perspektivisch weiter auszubauen und der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.
Für die Jugendlichen aus Kyiv stehen in diesen Tagen spannende Dinge auf dem Programm: Etwa ein Besuch des Hamburger Rathauses in Zusammenarbeit mit der Senatskanzlei sowie Besuche zentraler Hamburger Institutionen und Lernorte, darunter die Elbphilharmonie, das Miniatur Wunderland, Greenpeace, die Universität Hamburg und die UNESCO. Das vielfältige Programm verbindet kulturelle, politische und gesellschaftliche Einblicke in das Leben der Hansestadt. Mit der gemeinsamen Ferienmaßnahme wird der Pakt für Solidarität und Zukunft zwischen Hamburg und Kyiv erneut mit Leben gefüllt. Hamburg setzt damit ein klares Zeichen für Solidarität, Verantwortung und gelebte europäische Verbundenheit – besonders mit Blick auf das junge Europa.
Informationen zum Pakt für Solidarität und Zukunft unter: https://kyiv.hamburg.de/kyiv
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