16.833 Schülerinnen und Schüler haben sich zum Schuljahr 2026/27 an Hamburgs staatlichen Grundschulen angemeldet. Das sind nur 35 Schulkinder weniger als im Vorjahr. Drei Bezirke verzeichnen sogar einen leichten Anstieg der Anmeldezahlen. Der Trend setzt sich auch bei den Vorschulklassen fort. Nachdem dort im letzten Jahr ein leichter Rückgang verzeichnet wurde, steigen die Anmeldezahlen nun wieder um 82 Anmeldungen auf jetzt 11.189. Insgesamt waren die Eltern von rund 19.000 Kindern aufgefordert, ihren schulpflichtigen Nachwuchs für eine 1. Klasse anzumelden – entweder an einer staatlichen oder einer privaten Grundschule oder einer Sonderschule. Aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge seit 2022 wird ab nächstem Jahr mit leicht sinkenden Aufnahmezahlen an Hamburgs Grundschulen gerechnet.
Die Anmeldezahlen an den Grundschulen sind in drei Bezirken gestiegen, in vier Bezirken zurückgegangen: In Altona sind die Zahlen in die Höhe gegangen (+85), und auch Bergedorf (+42) und Eimsbüttel (+28) verzeichnen einen Anstieg. Nur in Mitte (-85), Nord (-63), Wandsbek (-31) und Harburg (-11) gab es weniger Anmeldungen im Vergleich zum Vorjahr. Bildungssenatorin Ksenija Bekeris: „Insgesamt sind die Anmeldezahlen nach wie vor hoch und bewegen sich im Rahmen des Vorjahres. Nach den Rekordjahren der hohen Anmeldezahlen am Anfang des Jahrzehnts bleiben die Zahlen herausfordernd. Wir stellen weiterhin sicher, dass alle Kinder in Hamburg auch künftig einen guten Schulplatz und die bestmögliche Förderung erhalten.“
Nach den aktuellen Zahlen gab es die meisten Anmeldungen bei der Grundschule Marienthal und der Schule An der Gartenstadt in Wandsbek. Jeweils 142 zukünftige Schülerinnen und Schüler haben diese beiden Grundschulen als Erstwunsch angegeben, gefolgt von der Grundschule Neugraben mit 137 Anmeldungen. Die höchsten Zuwächse im Vergleich zu Vorjahr gab es bei der neu gegründeten Grundschule Isestraße in Harvestehude. Mit insgesamt 59 Anmeldungen hat die Schule 38 mehr als im Vorjahr, das ist eine Steigerung von 181 Prozent. Insgesamt 37 Anmeldungen mehr als im Vorjahr verzeichnet die Schule Hinter der Lieth in Lokstedt, was einen Anstieg von 79 Prozent ausmacht. Einen Anstieg von insgesamt 72 Prozent (+23 Anmeldungen) verzeichnet die Grundschule Alte Weiden in Neugraben-Fischbek.
In Hamburg können Eltern die Schule für ihr Kind frei wählen. Sie geben dazu einen Erstwunsch, aber auch zusätzlich einen Zweit- und einen Drittwunsch an. Diese Wunschangaben sind für die Bildungsbehörde maßgeblich. Erst wenn an einer Schule mehr Kinder angemeldet werden, als Plätze vorhanden sind, erfolgt die Verteilung nach gesetzlich festgelegten Kriterien. Dann werden zuerst die Kinder aufgenommen, deren Geschwister bereits die Schule besuchen. Danach entscheidet die Schulweglänge über die Aufnahme in der Wunschschule: Wer am nächsten wohnt, bekommt den Schulplatz. In den allermeisten Fällen kommen diese Kriterien nicht zum Tragen, weil Schulen nicht überangewählt sind. Die Erfüllungsquote für die Erst-, Zweit- und Drittwünsche liegt deshalb seit Jahren deutlich über 90 Prozent. Möglich wurde das unter anderem auch durch das Schulbauprogramm der letzten Jahre.
Bildungsbehörde, Schulaufsicht und Schulleitungen nutzen die nächsten Wochen für die Organisation der zukünftigen 1. Klassen und Vorschulklassen. Voraussichtlich im April versenden die Schulen die Aufnahmebescheide für rund 17.000 Erstklässlerinnen und Erstklässler sowie für rund 11.000 Vorschulkinder. Erfahrungsgemäß ist damit zu rechnen, dass sich die Zahl der Erstklässlerinnen und -klässler durch Zuzug und verspätete Anmeldungen zum Sommer noch einmal leicht erhöhen wird. Der Einschulungstag für die 1. Klassen des Schuljahres 2026/27 ist in der Regel am Dienstag, 25. August. Schulen in privater Trägerschaft haben abweichende Anmelde- und Aufnahmeregularien und -termine.
Sonderzeichen und Namen können fälschlicherweise übersetzt werden