Hamburg im Klimawandel

Umweltbehörde veröffentlicht Klimainformationssystem mit Daten, Fakten, Informationen

21. November 2023 Pressemitteilung

Wie ist Hamburg vom Klimawandel betroffen? Wo und in welchem Ausmaß treten in Hamburg bereits Klimafolgen ein? Der Senat hat heute das neue Klimainformationssystem vorgestellt, das alle Informationen zum Klimawandel in Hamburg enthält.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft
Klimainformationssystem
Andreas Vallbracht

Die neue Plattform bietet ein breites Spektrum an Informationen an, wie sich das Klima in Hamburg entwickelt. Von der Temperatur und der Sonnenscheindauer bis hin zum Niederschlag mit Trockenperioden und Starkregen. Im neuen Klimafolgen-Monitoring werden dann die konkreten Auswirkungen in Hamburg in acht Handlungsfeldern vom Bauwesen über Gesundheit bis zum Küstenhochwasserschutz dargestellt. Hier sind Informationen zur Intensität von Sturmfluten, die Veränderungen für unsere Vegetation, die Folgen für unsere Gewässer bis hin zu Gebäudeschäden und witterungsbedingten Unterbrechungen im ÖPNV zu finden. In Grafiken und textlichen Erläuterungen wird gezeigt, wie sich die Auswirkungen in den letzten Jahren entwickelt haben. 

Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Um die richtigen Entscheidungen zur Anpassung an den Klimawandel für unsere Stadt zu treffen, brauchen wir belastbare Daten. Mit dem Klimainformationssystem als eine wertvolle Informations- und Erkenntnisquelle haben wir nun ein wichtiges Fundament für unsere Klimaanpassungsstrategie, die wir im kommenden Jahr vorstellen werden. Mit den hier veröffentlichten Daten werden die Veränderungen durch den Klimawandel anschaulich dargestellt, so dass wir Rückschlüsse auf die Resilienz unserer Stadt ziehen und rechtzeitig Handlungsbedarfe erkennen können. Gerade im Hinblick auf die zunehmenden Extremwetterereignisse müssen rechtzeitig Vorkehrungen für Mensch, Umwelt, Wirtschaft und Infrastrukturen der Stadt getroffen werden, um Hamburg zukunftssicher aufzustellen.“ 

Dabei ergreift die Stadt seit vielen Jahren Maßnahmen zur Klimaanpassung, wie die kontinuierliche Anpassung beim Küstenhochwasser- und Sturmflutschutz. Auch um den Wert des Trinkwassers in den Vordergrund zu rücken, hat die Umweltbehörde frühzeitig Maßnahmen ergriffen und zusätzlich zu der Wassersparkampagne ein Förderprogramm für das Auffangen von Regenwasser in Zisternen aufgelegt. Weiterhin ist die Stadt dabei die blau-grüne Infrastruktur aus Straßenbäumen und grünen Klimaoasen verbunden mit Versickerungsmöglichkeiten für Regenwasser auszubauen, um die Stadt bei der Hitze- und Starkregenvorsorge robuster aufzustellen. 

Für den Aufbau des Klimainformationssystems wurden von zahlreichen Institutionen, wie dem Deutschen Wetterdienst, der Universität, der Hamburger Hochbahn, HAMBURG WASSER, dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Daten zur Verfügung gestellt, die dann von der Umweltbehörde zusammengetragen und aufbereitet wurden. Die jetzt freigeschaltete Internetseite hilft nicht nur der Verwaltung rechtzeitig die erforderlichen Maßnahmen zu entwickeln, sie ist auch für Büros, die sich mit zeitgemäßer Stadtplanung beschäftigen, für soziale Einrichtungen und für Privatpersonen interessant. Spannend und lehrreich ist die Plattform auch für Schulklassen, die detailliert verstehen wollen, wo der Klimawandel in ihrer Stadt sichtbar angekommen ist. 

Das Klimainformationssystem wird stetig weiterentwickelt. Es steht als Datenbasis für alle Hamburgerinnen und Hamburger zur Verfügung. Es ist leicht zugänglich, aussagekräftig und verständlich. Im Zusammenspiel mit der jüngst veröffentlichen Starkregengefahrenkarte ergibt sich ein immer besseres Verständnis des Klimawandels und seiner Folgen in Hamburg. 

Das Klimainformationssystem ist barrierefrei zu erreichen unter https://www.hamburg.de/klimainformationssystem

 

Rückfragen der Medien
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Renate Pinzke | Pressestelle
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: renate.pinzke@bukea.hamburg.de

Zum Weiterlesen

Ein Kanu und ein paar Segelboote fahren auf der Außenalster.
Mediaserver Hamburg / Jörg Modrow
Bezirk Hamburg-Nord schützt Uferbereiche

„Wilde“ Kanulagerung an Kanälen verboten

In den Uferbereichen rund um die Kanäle und die Außenalster sind sie seit Langem ein Problem: Zurückgelassene Kanus, Kajaks und Stand-Up-Paddleboards (SUPs). Diese behindern nicht nur die Pflege der Grünflächen, sondern schaden auch der Natur und Tierwelt vor Ort.

13. Mai 2026 Pressemitteilung
Schwäne auf der Alster schwimmen
Tim Oeding
Hamburger Schwanenwesen

Alsterschwäne sind aus dem Winterquartier zurückgekehrt

Rund 90 Tiere wurden am Dienstag auf die Außenalster entlassen. Normalerweise kehren die Alsterschwäne jährlich zwischen März und April aus ihrem Winterquartier zurück. In diesem Jahr hatte sich der Termin aufgrund von Vogelgrippe-Fällen verschoben.

12. Mai 2026 Pressemitteilung
Nördlicher Bahngraben in Billwerder-Moorfleet
Ingo Brandt
Gemeinsamer Beschluss auf der Umweltministerkonferenz in Leipzig

Bremen und Hamburg setzen sich für besseren Schutz der Natur ein

Auf der Umweltministerkonferenz (UMK) haben Bremen und Hamburg gemeinsam einen wichtigen Antrag zum Schutz der biologischen Vielfalt eingebracht. Der Antrag wurde von den Umweltministerinnen und -ministern aller Bundesländer beschlossen und gibt die Richtung für die kommenden Jahre vor.

08. Mai 2026 Pressemitteilung