Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Bäume sind die grüne Infrastruktur Hamburgs: Sie beschatten ein Viertel der gesamten Stadtfläche, kühlen unsere Stadt in immer heißeren Sommern ab, sie filtern Schadstoffe aus der Luft und binden CO₂ – Bäume sind zentral für Klimaschutz und Lebensqualität in Hamburg. Deshalb arbeiten wir hart daran, den wertvollen Baumbestand nicht nur zu erhalten, sondern noch zu erweitern. Dafür haben wir seit 2024 zusätzlich 5,5 Mio. Euro investiert. Die Straßenbaumjahresbilanz 2024 zeigt, dass die Maßnahmen Erfolg haben. Das liegt vor allem an den Kolleginnen und Kollegen in Umweltbehörde und Bezirken, die tagtäglich für unsere Straßenbäume im Einsatz sind. Ich freue mich sehr, dass ihre Arbeit mit dem Preis für Hamburg als ‚Europas Stadt der Bäume 2025‘ ausgezeichnet wurde.“
1.850 neue Straßenbäume für Hamburg und ein positiver Trend
2024 kann Hamburg zum zweiten Mal in Folge eine positive Baumbilanz vorweisen: Es wurden 1.850 Straßenbäume gepflanzt und damit 285 mehr als in dem Jahr gefällt werden mussten. Dieses Ergebnis ist das Resultat intensiver Anstrengungen: Seit 2015 ist Hamburgs Straßenbaumbestand kontinuierlich gewachsen. Aktuell weist die Hamburger Statistik insgesamt knapp 230.000 Straßenbäume im gesamten Stadtgebiet aus. 2023 konnte erstmals eine positive Bilanz erreicht werden. Für diesen positiven Trend investiert Hamburg: Für die Jahre 2024 und 2025 hat der Senat 5,5 Millionen Euro zusätzlich für die Pflanzung von Straßenbäumen bereitgestellt.
Weniger Fällungen durch Baumaßnahmen
Besonders positiv ist, dass die Zahl der Baumfällungen durch Baumaßnahmen deutlich gesunken ist. Während in den vergangenen Jahren rund 25 Prozent der Fällungen darauf entfielen, ist der Anteil deutlich gesunken. Im Jahr 2024 lag der Anteil noch bei rund 15 Prozent – trotz der Vielzahl an Baumaßnahmen konnte der Anteil also deutlich reduziert werden.
Ausgezeichnetes Straßenbaum-Management
Als „European City of the Trees“ ausgezeichnet, wirkt die Hansestadt in vielen Bereichen für Straßenbäume: Der Baumschutz hat bei Straßenbauarbeiten Priorität, das digitale Baumkataster ermöglicht ein modernes Monitoring des Baumbestandes und Hamburgs Forschung untersucht u. a., welche Baumarten dem Klima in einer Metropole wie Hamburg künftig standhalten können.
Zum Erhalt der Bäume ist etwa das Hamburger Ulmenprogramm beispielhaft. Alle Ulmen auf öffentlichem Grund werden in Hamburg erfasst. Der Ulmenbestand wird kontinuierlich überwacht, kranke Bäume entfernt oder befallene Kronenteile frühzeitig ausgeschnitten. Zudem werden zur Vorbeugung ausgewählte Ulmen und Baumgruppen geimpft, um ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken. Bei Neupflanzungen werden widerstandsfähige Ulmenarten verwendet.
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