Beim bundesweiten Abpflastern-Wettbewerb an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz (HFGG) erreichte die Freie und Hansestadt Hamburg selbst den dritten Platz in der Kategorie der Großstädte. Die Hamburger Preise gehen an den Bezirk Altona, den Stadtteil Altona-Altstadt sowie an eine private Wohneigentümergemeinschaft und die Stadtteilschule Bramfeld. Altona hat mit insgesamt 4.206 m2 den ersten Preis unter den Bezirken erreicht und wird mit dem „goldenen Spaten“ ausgezeichnet. Der Preis der „goldenen Gießkanne“ für den Stadtteil mit der größten entsiegelten Fläche geht dieses Jahr an den Stadtteil Altona-Altstadt mit 2.435 m2. Zusätzlich werden eine private Wohneigentümergemeinschaft sowie die Stadtteilschule Bramfeld mit dem Preis der „goldenen Harke“ ausgezeichnet. Die Preise wurden durch die Senatorin Katharina Fegebank überreicht.
Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Beim Abpflastern können alle mitmachen und unsere Stadt grüner machen. Das erste Jahr des Wettbewerbs ist ein großer Erfolg. Über 5.000 Quadratmeter waren zuvor grau und wasserundurchlässig und heizten sich im Sommer auf – nun sind sie entsiegelt ein Gewinn für Mikroklima, Biodiversität und Lebensqualität. Ich gratuliere allen Premierenpreisträgern des Wettbewerbs und bedanke mich bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement.“
Der Erfolg der diesjährigen Kampagne in Hamburg wurde ermöglicht durch die zum Teil ehrenamtliche Unterstützung aus Wissenschaft (HafenCity Universität, City Science Lab), Behörden und der Zivilgesellschaft (Code4HH, Lokalkraft, BUND, NABU, Hamburg Wasser, Loki-Schmidt Stiftung, Heinrich Böll Stiftung, moinstadtnatur, Naturgarten e.V., Zukunftswerkstatt Lokstedt).
Mit dem Ende des diesjährigen Abpflastern-Wettbewerbs beginnt nahtlos die nächste Wettbewerbsphase 2026. Ab sofort können Wettbewerbsbeiträge für das nächste Jahr an abpflastern@bukea.hamburg.de gemeldet werden.
Hintergrund
Durch Entsiegelungsmaßnahmen können die natürlichen Bodenfunktionen wiederhergestellt und die Klimaanpassung unterstützt werden. Entsiegelte und begrünte Böden ermöglichen die Versickerung von Niederschlagswasser und Grundwasserneubildung. Sie verringern den Oberflächenabfluss bei Starkregen. Durch den Kühlungseffekt entsiegelter und begrünter Böden werden die belastenden gesundheitlichen Folgen sommerlicher Hitzeereignisse abgemildert. Entsiegelte und begrünte Böden reduzieren außerdem Biodiversitätsverluste.
Dagegen verstärken versiegelte Flächen insbesondere in verdichteten Innenstädten die negativen Folgen der Klimakrise: Zum einen führen versiegelte Oberflächen zu höheren Schäden durch Starkregenereignisse. Zum anderen speichern versiegelte Oberflächen in hohem Ausmaß Wärme. Sie verstärken den Wärmeinseleffekt und führen mittelbar zu negativen Gesundheitsfolgen für die lokale Bevölkerung.
Rückfragen der Medien
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Alexander Fricke
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: pressestelle@bukea.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bukea