Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Mit der klimafreundlichen Wärmeversorgung in den Fischbeker Reethen zeigen wir, wie nachhaltige und zukunftsgerichtete Stadtentwicklung in Hamburg konkret umgesetzt wird. Die hundertprozentige Nutzung erneuerbarer Energien für Warmwasser ist Ausdruck unseres konsequenten Weges der Wärmewende und des Klimaschutzes. Ich freue mich, dass wir diesen Weg mit starken kommunalen Partnern gemeinsam gehen.“
Kay Gätgens, Geschäftsführer der IBA Hamburg: „In den Fischbeker Reethen entsteht ein Quartier, das von Anfang an auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist. Dazu gehört auch eine Wärmeversorgung, die auf erneuerbare Energien setzt und den Bewohnerinnen und Bewohnern langfristig eine sichere und zukunftsfähige Versorgung bietet. Mit der HEnW KommunalEnergie haben wir dafür einen starken kommunalen Partner an unserer Seite.“
Michael Prinz, Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke: „Die Energieversorgung der Zukunft ist modular. Was wir im großen Stil im Stadtnetz mit unseren Energieparks umsetzen, realisiert unser Tochterunternehmen HEnW KommunalEnergie auf der Quartiersebene für städtische Vorhaben. Fischbeker-Reethen ist ein gelungenes Beispiel für ein Wärmenetz, das gesetzliche Vorgaben an eine CO₂-arme Versorgung erfüllt und gleichzeitig das Quartier zuverlässig mit erneuerbarer Wärme versorgt.“
Das Energiekonzept ist modular aufgesetzt. Herzstück des Konzepts sind Großwärmepumpen, die Wärme aus der Umgebungsluft gewinnen. Ähnlich wie bei einer Haushaltswärmepumpe wird die vorhandene Energie aus der Luft genutzt und auf das benötigte Temperaturniveau gebracht. Für die Spitzenlast, also beispielsweise an kalten Tagen mit hohem Wärmebedarf wird zusätzlich ein Brennwertkessel mit biogenen Brennstoffen eingesetzt. Wärmespeicher sorgen darüber hinaus für die erforderliche Flexibilität: Die erzeugte Wärme wird zwischengespeichert, bis die Bewohnerinnen und Bewohner sie tatsächlich auch brauchen. So wird die Versorgung bedarfsgerecht sichergestellt.
Rund 95 Prozent des Wärmebedarfs des Quartiers sollen künftig durch die Luft-Wärmepumpen-Anlage gedeckt werden, während die restlichen 5 Prozent durch Brennwertkessel mit biogenen Brennstoffen erzeugt werden. Dadurch kommt das Versorgungssystem ohne fossile Brennstoffe aus und der Anteil der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien liegt gemäß Wärmeplanungsgesetz bei 100 Prozent. Die CO₂-Emissionen liegen deutlich unter den zurzeit geltenden gesetzlichen Vorgaben.
Die Wärme wird über ein unterirdisches Leitungsnetz direkt zu den Gebäuden transportiert. Für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das: Sie müssen keine Wärmeerzeugungsanlagen betreiben und profitieren gleichzeitig von einer energieeffizienten und zukunftssicheren Versorgung.
Mit der Vergabe der Wärmekonzession wird ein weiterer Meilenstein bei der Entwicklung der Fischbeker Reethen erreicht. Im Hamburger Süden entsteht so Schritt für Schritt ein neues Quartier für mehrere tausend Menschen, das Wohnen, Klimaschutz und moderne Infrastruktur miteinander verbindet.
Rückfragen der Medien
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Philipp Wenzel | Pressesprecher
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: pressestelle@bukea.hamburg.de
IBA Hamburg GmbH
Arne von Maydell | Pressesprecher
Telefon: 040 226 227-312
E-Mail: arne.vonmaydell@iba-hamburg.de
Hamburger Energiewerke GmbH
Bettina Schwarz | Pressesprecherin
Telefon: 040 6396-2733
E-Mail: bettina.schwarz@hamburger-energiewerke.de