Fluglärmbilanz 2025

Maßnahmen wirken – Deutlich weniger Verspätungen in der Nacht

22. Januar 2026 Pressemitteilung

Die Nächte rund um den Hamburger Flughafen sind im vergangenen Jahr ruhiger geworden. Die Zahl der verspäteten Starts und Landungen nach 23:00 Uhr ist 2025 spürbar um 23 Prozent zurückgegangen. Das zeigt die heute veröffentlichte Auswertung der Fluglärmschutzbeauftragten. Der Dialog der Fluglärmschutzbeauftragten und des Flughafens mit den Airlines hat zu einer Verbesserung der Flugpläne geführt. Ein wesentlicher Grund für diese positive Entwicklung ist die neue Entgeltordnung, die seit Frühjahr 2025 gilt und verspätete Flüge für Airlines deutlich teurer macht.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft

Insgesamt gab es im Jahr 2025 noch 756 verspätete Flüge zwischen 23:00 und 24:00 Uhr (Vorjahr: 978). Auch die Zahl der Ausnahmen nach Mitternacht sank von 41 auf 26 Flüge. Besonders in den Sommermonaten zeigte sich der Effekt: In 29 Nächten konnte der Flugbetrieb pünktlich um 23:00 Uhr beendet werden – im Vorjahr war dies nur in 20 Nächten der Fall.

Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Die aktuelle Bilanz ist eine gute Nachricht für alle Anwohnenden des Flughafens: Unser Kurs für mehr Lärmschutz zeigt Wirkung. Durch die neue Entgeltordnung und den fortlaufenden Dialog mit den Airlines werden Flugpläne realistischer gestaltet und die Nachtruhe kann besser eingehalten werden. Der Rückgang der späten Flüge um fast ein Viertel belegt, dass die Airlines auf diese Steuerung reagieren. Lärmschutz ist Gesundheitsschutz – deshalb bleibt es unser Ziel, die Belastungen für die Nachbarschaft so gering wie möglich zu halten, ohne die notwendige Anbindung Hamburgs aus dem Blick zu verlieren. Der Flughafen Hamburg ist eine wichtige Drehscheibe für den Wirtschaftsstandort Hamburg und hat aufgrund seiner zentrumsnahen Lage besondere Herausforderungen.“

Stabile Flugbewegungen unter Vor-Corona-Niveau

Insgesamt blieb das Verkehrsaufkommen am Hamburg Airport stabil. Mit rund 127.000 Flugbewegungen liegt das Niveau unverändert zum Vorjahr, aber weiterhin deutlich unter den Werten von vor der Pandemie (2019: rund 155.000 Bewegungen, -18 Prozent).

Weniger Menschen beschweren sich

Der Rückgang der nächtlichen Belastung spiegelt sich auch in der Anzahl der Personen wider, die sich über Fluglärm beschweren: 2025 wendeten sich 967 Bürgerinnen und Bürger an die Fluglärmschutzbeauftragte (Vorjahr: knapp 1.300). Dass die Gesamtzahl der eingegangenen Beschwerden (27.000) dennoch statistisch gestiegen ist, liegt daran, dass sich einzelne Personen zum Teil sehr häufig beschweren. Inhaltlich bezog sich gut die Hälfte der Beschwerden auf die Häufigkeit der Flüge, etwa ein Viertel kritisierte Störungen der Nachtruhe. Eine genaue regionale Darstellung der Beschwerde-Situation finden Sie hier: d-beschwerdestatistik-2025-data.pdf 

Rückfragen der Medien
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Alexander Fricke
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: pressestelle@bukea.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bukea

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