Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Der Weg für Deutschlands ersten groß angelegten Ammoniak-Import-Hub ist frei. Zukünftig soll er eine zentrale Rolle bei der Sicherung der Energieversorgung sowie der Transformation unserer Wirtschaft spielen. Ammoniak ist ein Träger von grünem Wasserstoff und ist daher ein wichtiger Baustein für unsere Hamburger Pläne zur Energiewende. Speicher wie diese sind die Grundlage für unsere Wasserstoffwirtschaft und eine klimaneutrale sogenannte letzte Meile der Energieversorgung. Ich danke allen Beteiligten für Ihren Einsatz im Rahmen dieses komplexen Genehmigungsverfahrens.“
Volker Ebeling, Senior Vice President New Energy, Supply & Infrastructure bei MB Energy: „Wir freuen uns sehr, dass wir nach einem von beiden Seiten sehr konstruktiv geführten Genehmigungsverfahren nun das offizielle Dokument in den Händen halten und einen zentralen Meilenstein erreicht haben, um das Projekt weiter umzusetzen. Mit dem geplanten Ammoniak-Terminal wird die Energiewende in Hamburg ein großes Stück vorangetrieben – ein starkes Zeichen hin zu zukunftsfähiger und verlässlicher Energie- und Grundstoffversorgung. Im Namen von MB Energy danke ich allen Beteiligten für die stets gute und lösungsorientierte Zusammenarbeit in diesem anspruchsvollen Verfahren.“
Das geplante Terminal ist für den Import und die Weiterverteilung von Ammoniak vorgesehen, das nicht nur als Speichermedium für Wasserstoff dient, sondern auch als industrieller Rohstoff und als alternativer Kraftstoff in der Schifffahrt eingesetzt werden kann. Der Import wird den heimischen Ammoniakmarkt unterstützen und die Grundlage für den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft schaffen. Langfristig wird dies voraussichtlich die Energiewende in der Schifffahrt weiter vorantreiben.
Das Terminal soll auf dem Gelände des Tanklagers Blumensand entstehen. Es ist das größte Tanklager im Hamburger Hafen, das sich im Besitz der MB Energy-Gruppe befindet: enport by MB Energy. Gemäß den Planungen soll ein neuer Tank zur Zwischenlagerung des importierten Ammoniaks errichtet und die bestehende Anlegestelle für Binnen- und Seeschiffe für den Import des Energieträgers ertüchtigt werden. Verlademöglichkeiten für Eisenbahnkesselwagen sind ebenfalls in Planung. Darüber hinaus gibt es Pläne zur potentiellen Errichtung einer Cracker-Anlage, in der das Ammoniak in Wasserstoff aufgespalten und in das künftige Wasserstoffnetz eingespeist werden könnte. Die geplante Umschlagsmenge soll bei ca. 600.000 Tonnen Ammoniak pro Jahr liegen.
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