Wie kann ich mich auf eine Hitzewelle vorbereiten? Ist mein Zuhause bei Starkregen besonders gefährdet? Der diesjährige Sommer mit seinen Temperaturrekorden macht erfahrbar, wie Hamburg vom Klimawandel betroffen ist. Zwei repräsentative Umfragen aus diesem Jahr belegen: Bereits im Frühjahr nahmen 90 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger Extremwetter deutlich wahr, doch nur ein Drittel fühlte sich gut vorbereitet. Nach dem heißen Sommer stieg die Wahrnehmung sogar auf 94 Prozent, und 71 Prozent empfinden Hitze nun als besondere Belastung. Auch die Sorge um künftige Wetterextreme ist gewachsen. Und nach extremen Wetterereignissen ist das Bewusstsein besonders hoch.
Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Manche Folgen der Klimakrise sind nicht mehr abzuwenden – auch nicht bei uns in Hamburg. Unsere Stadt für die Zukunft aufzustellen, heißt daher auch Hamburg an die klimatischen Veränderungen und verstärkte Extremwetter wie Hitze und Starkregen anzupassen. Als Stadt gehen wir voran und machen den Menschen in unserer Stadt gleichzeitig ein Angebot aus Information, Beratung sowie Förderung für Versickerungsflächen, Entsiegelung, Begrünung und Zisternen. Mit Hilfe dieser Fördergelder können die Bürgerinnen und Bürger wirksam dabei unterstützen, Hamburg klimafit zu machen.“
Veranstaltungen in der Woche der Klimaanpassung
Während der derzeitig laufenden bundesweiten Woche der Klimaanpassung vom 14. bis 20. September 2026 bietet das EnergieBauZentrum am Elbcampus in Harburg ein breites Programm mit spannenden Veranstaltungen, einer kleinen Messe und Führungen durch die Dauerausstellung. Hier erfahren alle Interessierten, welche Maßnahmen zu Hause umgesetzt werden können, um Schäden durch Starkregen zu reduzieren und die Wohnqualität auch bei extremen Temperaturen zu erhalten.
Auch an weiteren Orten in der Stadt werden im Laufe der Woche Aktionen angeboten – vom Klimafest im Grünen des Bezirksamts Hamburg-Nord am 15. September über einen Spaziergang der Umweltbehörde zu Fassadenbegrünung in Ottensen bis hin zum Info-Stand mit Mitmachaktion des Bezirksamts Eimsbüttel am 18. September. Einen Überblick zu allen Formaten bietet die Seite des Zentrums Klimaanpassung: www.zentrum-klimaanpassung.de/wdka26
Kostenlose Beratung und attraktive Förderung
Für Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer bietet die Stadt dauerhaft über die Hamburger Energielotsen eine kostenlose Beratung zum Schutz vor Extremwetter. Beim Klimaanpassungs-Check erhalten Sie eine Bewertung der konkreten Gefahren durch Starkregen oder Hitze, sowie einen Überblick über mögliche Schutzmaßnahmen. Zusätzlich gibt es Hinweise zu passenden Förderprogrammen. Mehr Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie bei den Hamburger Energielotsen.
Mit RegenInfraStrukturAnpassung – kurz RISA – verfolgt Hamburg zudem die Ziele, den naturnahen Wasserhaushalt zu stärken und die Starkregenvorsorge zu verbessern. Im Maßnahmenkatalog finden Interessierte Informationen dazu, wie beispielsweise Regenwasser versickern kann oder was bei Entsiegelungen beachtet werden muss: www.risa-hamburg.de/massnahmen.
Mit dem RISA-Förderprogramm unterstützt die Stadt Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen bei der Umsetzung von Schwammstadt-Maßnahmen.
Förderung gibt es für:
- Zisternen – nachhaltige Bewässerung mit Regenwasser: 30 bis 40 Prozent Zuschuss für Anschaffung, Bau und Installation von Zisternen mit einem Volumen ab 2.000 Litern.
- Versickerungsflächen – Ihr Beitrag zum naturnahen Wasserhaushalt: 30 bis 50 Prozent Zuschuss für naturnahe Versickerungsanlagen wie Flächenversickerung, Versickerungsmulden und Mulden-Rigolen-Systemen.
- Entsiegelung und Begrünung – mehr Grün statt Grau: 30 bis 50 Prozent Zuschuss für Planung, Abbruch, Entsorgung und Begrünung von Flächen ab zehn qm.
In den letzten zwei Jahren, also seitdem das Förderangebot in der Form existiert, konnte bereits eine Förderung für rund 330 Projekte im Umfang von ca. 670.000 Euro bewilligt werden. Weitere Informationen zu RISA, dem Maßnahmenkatalog und dem Förderprogramm finden Sie unter www.risa-hamburg.de.
Für Extremwetter sensibilisieren – „Werde wetterwach!“
Um die Hamburger Bevölkerung für die Risiken von Extremwetter zu sensibilisieren und praktische Vorsorgemaßnahmen zu vermitteln, hat die Umweltbehörde die Kampagne „Werde wetterwach!“ gestartet. Auf www.extremwetter.hamburg finden Interessierte neben aktuellen Informationen auch Erfahrungsberichte in Form von Videos, die zeigen, wie sich Bürgerinnen und Bürger auf verschiedene Wetterextreme vorbereiten können.
Rückfragen der Medien
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Philipp Wenzel | Pressesprecher
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: pressestelle@bukea.hamburg.de