Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Das Institut für Hygiene und Umwelt ist für Hamburg eine unverzichtbare Institution mit einer beeindruckenden Bandbreite an Aufgaben: Sowohl bei Routineaufgaben zur Überwachung von Lebensmitteln, Wasser und Luft sowie zum Infektionsschutz als auch in der schnellen und fundierten Reaktion auf Krisenlagen – das HU steht für Verlässlichkeit und Qualität. Als Wächter im Vorborgenen erkennt es Risiken frühzeitig und begegnet diesen mit großer Expertise.“
Die Beiträge im Jahresbericht verdeutlichen diese „Wächter-Rolle“: So hat das Institut beispielsweise, als 2025 erstmals ein Polio-Wildvirus im Hamburger Abwasser nachgewiesen wurde, schnell die Fach- und Reaktionsgruppe Seuchenschutz aktiviert und koordiniert. Ein anderes Beispiel aus dem Infektionsschutz ist die gezielte Ausweitung der amtlichen Kontrollen und Schulungen für Lebensmittelkontrolleure aufgrund steigender Listeriose-Fälle.
Bei der Überwachung von Lebensmitteln deckt das HU regelmäßig Fälschungen, Qualitäts- und Kennzeichnungsmängel auf. In den letzten Jahren wurden beispielsweise zahlreiche Olivenöl-Proben aus der Gastronomie beanstandet, weil sie falsch deklariert oder mit anderen, günstigeren Ölen verfälscht waren. Auch bei Fischproben zeigte sich: Wildlachs ist besonders häufig von Nematodenlarven befallen – ein natürlicher, aber für Verbraucher oft ekelerregender Umstand. Zudem wird die Umsetzung der neuen EU-Vorgaben zur Kennzeichnung von Wein vom HU überwacht, um mehr Transparenz für die Verbraucher zu schaffen.
Das HU ist auch für das Monitoring der Hamburger Gewässer und der Luftqualität zuständig. Im Rahmen internationaler Kooperationen wurden Feldexperimente zur Probenahme aus der Elbe durchgeführt, und die Ergebnisse der Hafenmessfahrten sind nun für die Öffentlichkeit online einsehbar. Zudem beteiligte sich das HU auch 2025 wieder an einer bundesweiten Notfallschutzübung zur Radioaktivitätsüberwachung.
Mit etwa 1,5 Millionen Untersuchungen und Dienstleistungen pro Jahr ist das HU ein zentraler Akteur für die Sicherheit und Lebensqualität in Hamburg. Der Jahresbericht 2025 mit mehr Details zu den angesprochenen Themen steht als e-Paper auf der Institutswebseite unter „Veröffentlichungen/Jahresberichte“ zur Verfügung.
Über das Institut für Hygiene und Umwelt (HU)
Das Institut für Hygiene und Umwelt ist das Landeslabor der Freien und Hansestadt Hamburg. Zu seinen Kernaufgaben gehören insbesondere die amtliche Untersuchung und Begutachtung von Lebens- und Futtermitteln, die Städte- und Krankenhaushygiene, human- und veterinärmedizinische Diagnostik sowie Umweltanalytik und Umweltüberwachung. Das HU ist ein Landesbetrieb der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft. In den drei Fachbereichen des Instituts – Lebensmittelsicherheit und Zoonosen, Hygiene und Infektionsmedizin sowie Umweltuntersuchungen – setzen sich rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür ein, die Verbraucher vor mangelhaften Produkten zu schützen, die Gesundheit der Bevölkerung zu bewahren und den Zustand der Umwelt zu überwachen.
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