Auf Anordnung der Feuerwehr wurde der Container an Land in eine flüssigkeitsdichte Wanne abgestellt, um weiteres Austreten der Flüssigkeit zu verhindern. Die Eindämmungs- und folgenden Reinigungsarbeiten, die am Heck des Schiffes, wo sich die meiste Flüssigkeit ansammelte, begonnen wurden, gestalten sich herausfordernd.
LIPATON SB 29Y146 ist ein Industrierohstoff, der vor allem Anwendung in architektonischen bzw. dekorativen Grundierungen findet. Der Stoff ist wassergefährdend und toxisch für Wasserorganismen mit einer langfristigen Wirkung. Er ist in flüssigem Zustand wasserlöslich und härtet an der Luft langsam aus. Dadurch konnten im Gewässer sofort ausgelegte sogenannte Adsorbersperren nicht wirkungsvoll eingesetzt werden. Der einsetzende Starkregen am Sonntagabend hat darüber hinaus Flüssigkeit von Bord ins Gewässer gespült und die Reinigungsarbeiten erschwert.
Durch den Kontakt mit der Luft ist die noch auf dem Schiff befindliche Flüssigkeit ausgehärtet. Diese ausgehärtete Masse muss händisch entfernt und aufgenommen werden. Die zuständige Reinigungsfachfirma Jongen geht davon aus, dass die Reinigungsarbeiten Wochen dauern können. Die Arbeiten haben am heutigen Dienstag, dem 22. Juli, begonnen. Dazu wurde die MSC Soraya am HHLA-Terminal an einen gut landseitig zugänglichen Liegeplatz verlegt. Dadurch wird der Terminalbetrieb der HHLA nicht weiter beeinträchtigt.
Eine Gefährdung für Menschen, die sich an der Elbe aufhalten, besteht nicht.
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