Nach „Kautschuk“-Austritt im Containerterminal Waltershofer Damm

Aufwändige Reinigungsarbeiten begonnen

22. Juli 2025 Pressemitteilung

Am Sonntag, 20. Juli, kam es gegen Mittag zu einem Unfall im Containerterminal Waltershofer Damm. Ein Container, der den Stoff LIPATON SB 29Y146 enthielt und auf das Schiff MSC Soraya verladen werden sollte, hatte beim Aufsetzen Kontakt mit einem Befestigungspfeiler. Dadurch wurden der Container und die darin befindliche Blase zum Einschluss des flüssigen Inhalts beschädigt. Da der Container zu dem Zeitpunkt bereits über dem Schiff hing, floss der Stoff auf das Schiff und verteilte sich an Deck, über den Schiffskörper und in die Elbe. Insgesamt verteilte sich die Flüssigkeit über das gesamte 300 m lange Schiff, das Deck und beide Bordwände sind betroffen.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft

Auf Anordnung der Feuerwehr wurde der Container an Land in eine flüssigkeitsdichte Wanne abgestellt, um weiteres Austreten der Flüssigkeit zu verhindern. Die Eindämmungs- und folgenden Reinigungsarbeiten, die am Heck des Schiffes, wo sich die meiste Flüssigkeit ansammelte, begonnen wurden, gestalten sich herausfordernd.

LIPATON SB 29Y146 ist ein Industrierohstoff, der vor allem Anwendung in architektonischen bzw. dekorativen Grundierungen findet. Der Stoff ist wassergefährdend und toxisch für Wasserorganismen mit einer langfristigen Wirkung. Er ist in flüssigem Zustand wasserlöslich und härtet an der Luft langsam aus. Dadurch konnten im Gewässer sofort ausgelegte sogenannte Adsorbersperren nicht wirkungsvoll eingesetzt werden. Der einsetzende Starkregen am Sonntagabend hat darüber hinaus Flüssigkeit von Bord ins Gewässer gespült und die Reinigungsarbeiten erschwert.

Durch den Kontakt mit der Luft ist die noch auf dem Schiff befindliche Flüssigkeit ausgehärtet. Diese ausgehärtete Masse muss händisch entfernt und aufgenommen werden. Die zuständige Reinigungsfachfirma Jongen geht davon aus, dass die Reinigungsarbeiten Wochen dauern können. Die Arbeiten haben am heutigen Dienstag, dem 22. Juli, begonnen. Dazu wurde die MSC Soraya am HHLA-Terminal an einen gut landseitig zugänglichen Liegeplatz verlegt. Dadurch wird der Terminalbetrieb der HHLA nicht weiter beeinträchtigt.

Eine Gefährdung für Menschen, die sich an der Elbe aufhalten, besteht nicht.

Rückfragen der Medien
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Pressestelle
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: pressestelle@bukea.hamburg.de

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