Toter Wolf in Hamburg

Wildtier auf der A25 überfahren

16. März 2026 Pressemitteilung

In der Nacht zum 13. März 2026 kam es auf der Autobahn 25 zu einem tödlichen Wildunfall mit einem Wolf. Gegen 2:30 Uhr kollidierte ein Pkw in Höhe der Auffahrt Curslack mit dem Tier. Der Autofahrer blieb unverletzt. Es ist der erste Fall eines im Hamburger Stadtgebiet durch einen Verkehrsunfall getöteten Wolfes.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft
    • Sie lesen den Originaltext

Bei dem Tier handelt es sich um einen 28 kg schweren Jungrüden. Wolfsbetreuer des gemeinsamen Wolfsmanagements von Schleswig-Holstein und Hamburg haben den Kadaver noch in der Nacht geborgen. Der Wolf verendete unmittelbar am Unfallort an den Folgen des Zusammenpralls. In den nächsten Tagen soll der Tierkörper regelhaft in das Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin überführt werden, wo jeder dritte verendete Wolf näher untersucht wird. Die Herkunft des Tieres wird mit Hilfe von genetischen Proben bestimmt. 

Verkehrsunfälle die häufigste Todesursache für Wölfe

Auch wenn es der erste registrierte Fall in Hamburg gewesen ist: Der Verkehr ist bundesweit mit Abstand die größte Gefahr für Wölfe. Seit ihrer Rückkehr Anfang der 2000er Jahre wurden bundesweit 1.031 tödliche Verkehrsunfälle gemeldet. Seit 2020 sterben bundesweit zwischen 100 und 150 Wölfe jährlich an den Folgen eines Zusammenpralls mit motorisierten Fahrzeugen. Trotz Wildschutzzäunen und Wildtierbrücken bleibt das Straßennetz für Wölfe ein Risiko, da diese oft lange Strecken zurücklegen. Die BUKEA bittet Autofahrerinnen und Autofahrer, Unfälle mit Wildtieren umgehend der Polizei zu melden. 

Der Wolf in Hamburg

Bereits seit 2013 werden in Hamburg immer wieder vereinzelt Wölfe gesichtet. In 2026 gab es bereits einen Nachweis durch eine Fotofalle im Duvenstedter Brook. Insgesamt gab es seit 2013 bereits 21 eindeutige Nachweise von Wölfen in Hamburg. Alle aktuellen Nachweise lassen sich unter Der Wolf kehrt zurück - hamburg.de finden. Wölfe sind scheue Tiere, die normalerweise keine Gefahr für Menschen darstellen. Wenn Sie einem Wolf begegnen, sollten Sie, wie bei anderen Wildtieren auch, Abstand halten. Laufen Sie nicht weg, sondern machen Sie sich bemerkbar durch lautes Sprechen, Rufen, Pfeifen oder Klatschen.

Rückfrage der Medien

Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Philipp Wenzel | Pressesprecher
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: pressestelle@bukea.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bukea

Zum Weiterlesen

Der Bergahorn ist als Nationalerbe-Baum ausgezeichnet
Corinna Nogat
Hamburg würdigt zweiten Nationalerbe-Baum

Der Japanische Schnurbaum an der Außenalster wird ausgezeichnet

Hamburg feiert heute die Auszeichnung seines zweiten Nationalerbe-Baums: Der imposante Japanische Schnurbaum am Alsterufer wird offiziell in den Kreis der bundesweit nur 100 Nationalerbe-Bäume aufgenommen.

16. April 2026 Pressemitteilung
AdobeStock / arahan
Geothermie-Forum

Hamburg setzt auf Erdwärme für die Wärmewende

Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft hat heute zum ersten Geothermie-Forum Hamburg eingeladen. Im Mittelpunkt stand der Fachaustausch zur Entwicklung einer Geothermie-Strategie, die einen entscheidenden Beitrag zur klimaneutralen Wärmeversorgung der Hansestadt leisten soll.

15. April 2026 Pressemitteilung
Doublevision – doublevision.me
Energieversorgung der Zukunft

Genehmigung für Ammoniak-Importterminal in Hamburg erteilt

Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) hat dem Unternehmen MB Energy die Genehmigung für den Bau und den Betrieb eines neuen Ammoniak-Importterminals erteilt.

15. April 2026 Pressemitteilung